Filmempfehlungen für die Bildungsarbeit

Bilder: NIGHT OF THE COYOTES / Horse&Fruits Filmproduktion

Produktionsfirmen und TV-Redaktionen, Verleih-Firmen und Filmhochschulen sowie Filmautor:innen haben 2026 zahlreiche Produktionen für das Kino, Fernsehen und Web eingereicht, die nach dem 1. Januar 2024 hergestellt wurden. Dazu gehören alle Bewegtbildformen, die im Rahmen der (nicht) gewerblichen Film- und Bildungsarbeit gezeigt werden können. Mehr als 20 der eingereichten Produktionen werden hier von einer Fachjury im Sinne des Globalen Lernens und für die Vermittlung von Filmwissen bekannt gegeben. 

Die Filme stehen im Original mit deutschen Untertiteln oder in deiner deutschsprachigen Fassung zur Verfügung und können unter dem angegebenen Kontakt bezogen werden. Schlagwörter zu den Inhalten sowie den Ländern/Regionen bieten Orientierung. 

Agree to disagree: Entwicklungszusammenarbeit – Wer hilft wem?

Filmstill

Dokumentation, Deutschland 2024, 26

Regie: Juri Mazumdar Buch: Juri Mazumdar Kamera: Gidon Lasch, Anke Riester, Mrinmoy Mondal Ton: Dave Powell, Juri Mazumdar Schnitt: Richard Doyle

Themen: Entwicklungshilfe
Länder: Afrika

Transparenz, Teilhabe, Effizienz: Aus Entwicklungshilfe wird Entwicklungszusammenarbeit. Doch wie glaubwürdig sind die Werte, die westliche Länder dabei hochhalten? Schon im Kalten Krieg gelten Entwicklungsprojekte vor allem der Wahrung geopolitischer Interessen der Geber. Ist die westliche Entwicklungszusammenarbeit vielleicht Kolonialismus im neuen Gewand?

Entwicklungszusammenarbeit hatte im Laufe der Geschichte viele Gesichter: Ihre Wurzeln liegen in der Kolonialzeit, doch seitdem hat sich vieles getan. Aus Entwicklungshilfe wurde Entwicklungszusammenarbeit, neue Werte werden hochgehalten: Transparenz, Teilhabe und Augenhöhe. Doch wie glaubwürdig ist das?
Der Marshallplan, eines der größten und einflussreichsten Entwicklungsprojekte des 20. Jahrhunderts, war mehr als nur Solidarität: ein Bollwerk gegen den Kommunismus. Heute bietet China mit seiner „neuen Seidenstraße“ seine eigene Definition von Entwicklungszusammenarbeit: Infrastruktur gegen Zugang zu Rohstoffen und Absatzmärkten. Ist das bei westlichen Gebern genauso? Belastet durch ihre koloniale Vergangenheit, haben diese obendrein einen entscheidenden Image-Nachteil.
In dieser Folge möchten wir herausfinden, ob die westliche Entwicklungszusammenarbeit Kolonialismus im neuen Gewand ist oder ob die Menschen in Entwicklungsländern wirklich nachhaltig davon profitieren. Dr. Boniface Mabanza, Experte für Entwicklungspolitik, sagt, dass durch die moderne Entwicklungspolitik des Westens alte Abhängigkeitsstrukturen am Leben gehalten werden. Prof. Jörg Faust, Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts für Entwicklungszusammenarbeit, sieht dies anders – westliche Entwicklungszusammenarbeit sei ein aufrichtiger Beitrag zur Entwicklung ärmerer Teile der Welt in Richtung Wohlstand, aber auch Demokratie und Menschenrechte.
Es bleibt die Frage: Wer entscheidet, was Hilfe ist und wem sie letztendlich dient? Wer hilft hier eigentlich wem?

AISHA CAN’T FLY AWAY 

Filmstill

Spielfilm, Ägypten / Frankreich / Deutschland / Tunesien / Saudi-Arabien / Katar / Sudan 2025, 120

Regie: Morad Mostafa Buch: Morad Mostafa, Sawsan Youssef, Mohamed Abdelader Kamera: Mostafa El Kashef Musik: AMINE BOUHAFA Ton: Mostafa Shaban Schnitt: Mohamed Mamdouh Fernsehsender/Produktion: Bonanza Films Rechte in Deutschland: Rapid Eye Movies, EMail: anne-sophie@rapideyemovies.de

Themen: Armut, Flucht/Exil/Asyl, Frauen/Mädchen, Gewalt, Menschenrechte, Migration
Länder: Ägypten, Sudan

Aisha, eine sudanesische Pflegerin, die davon träumt, eines Tages ihre
Lebensumstände zu verbessern, muss sich in der komplexen Unterwelt des Ain
Shams Viertels in Kairo mit Migration, Rassismus und Kriminalität auseinandersetzen.

Amantes en el cielo / Lovers in the sky 

Filmstill

Dokumentarfilm, Argentinien/Deutschland 2025, 77 Min.

Regie: Fermin de la Serna Buch: Fermin de la Serna Kamera: Juan Beccaglia Musik: Ian Shifres - Tomas Seivane Ton: Marcos Zoppi - Emiliano Biaiñ Schnitt: Lucia Torres Minoldo - Celeste Contratti Fernsehsender/Produktion: Rio Azul Films, Autentika Films, Rechte in Deutschland: Autentika Films, EMail: info@autentikafilms.com

Themen: AIDS, Alter/Tod/Sterben, Identität, Lebensformen, LGBTQIA+, Queer, Religion, Tradition
Länder: Peru

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Cristina und La Bonita –  zwei Transfrauen, die seit Jahrzehnten als Köchinnen auf Frachtschiffen arbeiten, die unermüdlich die Flüsse des peruanischen Amazonas befahren. Die beiden stehen unter persönlichem und sozialem Druck und müssen sich mit sich verändernden Identitäten auseinandersetzen: Cristina, um ein Versprechen zu erfüllen, das sie ihrer toten Mutter gegeben hat. La Bonita hat als religiöser Mensch Angst, für immer in der Hölle zu schmoren.

Zu Gast: Gudula Meinzolt (Autentica Films)

BOALÂNDIA

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland, Brasilien 2025, 93

Regie: Patrik Thomas, Mathias Reitz Zausinger Buch: Patrik Thomas, Mathias Reitz Zausinger Kamera: Mathias Reitz Zausinger, Patrik Thomas Musik: Bro Mcs, Kâe Guajajara, MC Pellegrine Ton: Guida Miranda, Inês Alves Schnitt: Ygor Gama Fernsehsender/Produktion: Edgar Reitz Filmproduktion / Neue Reitz Filmproduktion Rechte in Deutschland: Edgar Reitz Filmstiftung, EMail: stiftung@reitz-medien.de

Themen: Armut, Bildung, Bildung/Erziehung, Demokratie/Demokratisierung, Gerechtigkeit, Geschichte, Gewalt, Globalisierung, Identität, Kinder/Jugend, Kolonialismus, Neue Medien, Politik, Postkolonialismus, Queer, Rassismus, Rohstoffe, Umwelt, Widerstand, Zukunft
Länder: Brasilien

BOALÂNDIA ist ein Film über den kulturellen Widerstand in den Peripherien Brasiliens. Die Protagonist:innen des Films kämpfen mit den Mitteln der Kunst um Sichtbarkeit, besetzen die Städte und erheben ihre Stimmen gegen Diskriminierung, Polizeigewalt, Rassismus und Homophobie. Drei Jahre lang haben die Filmemacher mit Kollektiven und Aktivist:innen zusammen gearbeitet und gelebt, sie im Amazonas Regenwald, bei Protesten in der Hauptstadt und in den Subkulturen der Metropolen begleitet. Mit eigenen Filmen, Musik, Spoken Word und Performances erkämpfen sich die Protagonist:innen Aufmerksamkeit inmitten einer kompromisslosen und hoch beschleunigten sozialen Realität.
Im Oktober 2022 hat die brasilianische Gesellschaft die neofaschistische Regierung von Jair Bolsonaro abgewählt und das Land erlebt einen Moment der Hoffnung. Der kulturelle Widerstand, der Kampf um Sichtbarkeit und gegen Marginalisierung geht weiter. BOALÂNDIA ist eine Momentaufnahme und ein Portrait dieser jungen Generation politischer Entschlossenheit und gelebter Diversität. Das Filmemachen hat als Erzählform ebenso wie als Prozess der Archivierung eine besondere politische Bedeutung im kulturellen Widerstand gegen strukturelle Gewalt. Die audiovisuellen Medien ermöglichen die Rückeroberung der eigenen Stimme, das Archivieren der eigenen Kultur und – durch die Teilhabe an der eigenen Medialisierung – das Schreiben der eigenen Geschichte. BOALÂNDIA ist Teil dieses Prozesses, erzählt gemeinsam mit den Portraitierten von ihren Anliegen, ist ein Augenzeugenbericht des Empowerments und gibt den Stimmen eine internationale Bühne.

Cotton Queen

Filmstill

Spielfilm, Deutschland, Frankreich, Palästina, Katar, Sudan 2025, 93

Regie: Suzannah Mirghani Buch: Suzannah Mirghani Kamera: Frida Marzouk Musik: Amine Bouhafa Ton: Emmanuel Zouki, Laure Arto Schnitt: Amparo Mejías, Simon Blasi, Frank Müller Fernsehsender/Produktion: Stange Bird, ZDF/arte Rechte in Deutschland: jip film & verleih, EMail: info@jip-film.de

Themen: Familie, Frauen, Frauen/Mädchen, Geld, Genitalverstümmelung, Gerechtigkeit, Geschichte, Kolonialismus, Landwirtschaft, Menschenrechte, Tradition/Moderne, Umwelt/Ökologie
Länder: Afrika

Nafisa (15) lebt in einem traditionellen Baumwolldorf im Sudan. Sie hat Sommerferien und muss mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte ihrer Großmutter helfen. Außerdem ist sie zum ersten Mal verliebt – in einen Jungen aus dem Dorf.

Ihre Großmutter Al-Sit, die geachtete Matriarchin, hält die Fäden des Dorfs fest in ihren Händen und gibt ihr Wissen an Nafisa weiter.

Die Ankunft von Nadir, einem jungen sudanstämmigen Geschäftsmann aus dem Ausland, droht das Leben des Dorfs durch neue Technologien im Baumwollanbau zu erschüttern. Nafisas Eltern wittern die Chance, ihre Tochter mit Nadir zu verheiraten und so den Wohlstand der Familie zu vergrößern. Doch das letzte Wort über Nafisas Zukunft – ob sie beschnitten wird und wen sie heira­ten darf – hat Al-Sit.

Hin- und hergerissen zwischen den Forderungen ihrer Familie und ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit muss Nafisa ihren eigenen Weg zwischen Tradition und Moderne finden.

DIYA

Filmstill

Spielfilm, Tschad, Frankreich, Deutschland, Elfenbeinküste 2025, 96

Regie: Achille Ronaimou Buch: Achille Ronaimou Kamera: Cyrille Hubert Musik: Afrotronix Ton: Jean-Christophe Lion Schnitt: Guillaume Talvas Fernsehsender/Produktion: Sic Productions [td], Artisans du Film [fr], Babi Pictures [ci], Filmgalerie 451 Rechte in Deutschland: Filmgalerie 451, EMail: kino@filmgalerie451.de

Themen: Alter/Tod/Sterben, Armut, Entwicklungshilfe, Entwicklungspolitik, Familie, Geld, Gerechtigkeit, Gewalt, Kriminalität, Tradition, Tradition/Moderne

Nach einem Unfall gerät das Leben von Dane, Fahrer einer humanitären NGO in N’Djamena, aus der Bahn. Regisseur und Drehbuchautor Achille Ronaimou nimmt sich in seinem Debütfilm der gängigen Praxis des „Blutgeldes“ an.

Diya, eine Praxis, die bis in die Zeit des Alten Testaments zurückreicht, geht auf das Gebot zurück: „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Sie besteht darin, die Familie des Opfers für ein Verbrechen zu entschädigen, entweder durch Rache oder durch eine Vereinbarung. Sie sollte die Gesellschaft befrieden und als Gesetz die Gewalt in den alten Gesellschaften regeln. Im Tschad, wo sie weit verbreitet ist, ist sie zu einer Quelle für soziale Konflikte, Dramen und Geschäfte geworden. Der Film DIYA ist von einer wahren Geschichte inspiriert.

Down to Earth

Kurzspielfilm, Deutschland 2025, 15

Regie: Lisa Hürtgen-Plätz Kamera: Michael Marmah Musik: Andreas Schmidgen Ton: Nene Bawa Schnitt: Laura Hölzel Schnittassistent, Jeremy Antoine Le Béhérec Fernsehsender/Produktion: Innocent Adje Rechte in Deutschland: Lisa Hürtgen-Plätz, EMail: info@germanfilmandacademyproduction.com

Themen: Abschiebung
Länder: Ghana

Maria (19) und Anan (22) verbringen ihren letzten Abend zusammen am Strand, da Marias Auslandsjahr in Ghana sich dem Ende zuneigt. An ihren Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft klammernd, wird ihre Liebe auf die Probe gestellt, als sie ihren Reisepass verliert.

Ein Kuchen für den Präsidenten

Filmstill

Spielfilm, USA, Irak, Katar 2025, 102

Regie: Hasan Hadi Buch: Hasan Hadi Kamera: Tudor Vladimir Panduru Ton: Tamas Zanyi Schnitt: Andu Radu Fernsehsender/Produktion: TPC Film LLC Rechte in Deutschland: Vuelta Germany, EMail: julia.heitkamp@vueltamedia.de

Themen: Bildung, Bildung/Erziehung, Geschichte, Kinder, Kinder/Jugend, Krieg, Krieg/Konflikt/ Diktatur
Länder: Irak

Der Irak in den 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia in ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind alle Lebensmittel knapp. Eier, Zucker und Mehl sind es erst recht. Doch sie muss es schaffen, sonst drohen ihrer Familie harte Strafen.
Mit nur zwei Tagen Zeit, der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi bricht sie auf, um in der nächsten Stadt die Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche Suche durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung, aber auch kleiner Wunder, in der Lamia immer wieder Momente von Humor, Freundschaft und Hoffnung erlebt.

Einen Kuchen für den Präsidenten backen, während das Land hungert? Aus dieser einfachen Prämisse entwickelt Autor und Regisseur Hasan Hadi einen bewegenden und bittersüßen Abenteuerfilm, in dem kindliche Unschuld auf die harsche Wirklichkeit eines unterdrückten Landes trifft. Und in dem die Menschlichkeit immer wieder kleine, aber entscheidende Siege erringt.

Hadi verarbeitet mit seinem Debütfilm seine eigene Kindheit in den betörend schönen Marschlandschaften des Südirak und erzählt sie mit einem reinen Laien-Ensemble, in dem die kleine Baneen Ahmed Nayyef (Lamia) alle überragt. Ihr Herz, Optimismus und unterschwelliger Humor tragen die Reise der kleinen Lamia, die nicht aufgibt und gegen alle Widerstände in der männerdominierten Welt ihren Weg geht.

Seine Weltpremiere feierte Hasan Hadis Spielfilmdebüt im Mai 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er mit dem Publikumspreis der Nebenreihe „Quinzaine des cinéastes“ und der Caméra d’Or für den besten Debütfilm ausgezeichnet wurde. „Ein Kuchen für den Präsidenten“ wurde vom Irak für die Oscars® 2026 in der Kategorie „Bester internationaler Film“ eingereicht.

El Principe de Nanawa / The Prince of Nanawa

Filmstill

Dokumentarfilm, Argentina, Paraguay, Colombia, Germany 2025, 212

Regie: Clarisa Navas Buch: Clarisa Navas Kamera: Lucas Olivares, Clarisa Navas, Ton: Mercedes Gaviria Schnitt: Florencia Gomez Garcia Fernsehsender/Produktion: Gentil Cine, Autentika Films u.a. Rechte in Deutschland: Autentika Films, EMail: info@autentikafilms.com

Themen: Arbeit, Armut, Bildung/Erziehung, Drogen, Familie, Gerechtigkeit, Heimat, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, Lebensformen
Länder: Argentinien

Auf einer belebten Fußgängerbrücke zwischen Argentinien und Paraguay, wo die Menschen in einer Mischung aus Guarani und Spanisch alles Mögliche verkaufen und kaufen, trifft die Regisseurin den neunjährigen Angel. Beeindruckt von seiner Ausdruckskraft und seinem Elan, folgt sie ihm nach Hause. Im Laufe von zehn Jahren entsteht ein gemeinsamer Film, in dem Angel entscheidende Entscheidungen für seine Zukunft treffen muss.

Elephants & Squirrels

Filmstill

Dokumentarfilm, Spielfilm, Switzerland 2025, 114

Regie: Gregor Braendli Buch: Gregor Braendli Kamera: Jonas Jäggy SCS Musik: Yanik Soland Ton: Daniel Hobi Schnitt: Gregor Braendli Fernsehsender/Produktion: soap film Rechte in Deutschland: Available by Filmotor, EMail: michaela@filmotor.com

Themen: Abschiebung, Kolonialismus
Länder: Sri Lanka

Artist Deneth Piumakshi Veda Arachchige discovered a collection of ancestral remains and artifacts from the Wanniyala-Aetto (an indigenous Sri Lankan community) in a Swiss museum. The items, brought to Basel by Swiss explorers via colonial methods, are now the subject of a lengthy repatriation effort by Deneth and the community’s chief.

Germaine Acogny – Die Essenz des Tanzes

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland, Frankreich, Sènegal 2025, 89 min

Regie: Greta-Marie Becker Buch: Greta-Marie Becker Kamera: Sophie Maintigneux Musik: Fabrice Bouillon La Forest Schnitt: Katja Dringenberg Fernsehsender/Produktion: CALA Film Berlin Rechte in Deutschland: farbfilm verleih, EMail: a.kaplon@farbfilm-verleih.de

Themen: Frauen, Identität, Kunst, Kunst/Kultur, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität
Länder: Afrika, Deutschland

Germaine Acogny ist nicht nur die „Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes“, sondern auch eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und in Auseinandersetzung mit europäischen Tanzformen, entwickelte sie ihre ganz eigene Acogny-Technik. Mehr als 50 Jahre auf internationalen Bühnen und ihre Arbeit als Mentorin für junge Tänzer:innen in Senegal und weltweit haben die 81-jährige Künstlerin zur Tanzikone eines ganzen Kontinents gemacht. 2021 wurde diese außergewöhnliche Tänzerin, Choreografin und Lehrerin mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanz-Biennale in Venedig ausgezeichnet.

Ghost School

Filmstill

Spielfilm, Pakistan, Deutschland 2025, 88

Regie: Seemab Gul Buch: Seemab Gul Kamera: Zamarin Wahdat Musik: Anna Bauer Ton: Ansar Soomro Schnitt: Alexandra Strauss, Reluca Petre Fernsehsender/Produktion: Cinelava, Red Balloon Film Rechte in Deutschland: jip film & verleih, EMail: info@jip-film.de

Themen: Bildung, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Kinder, Menschenrechte, Politik, Stadt / Land
Länder: Pakistan

Rabia, ein zehnjähriges Mädchen, entdeckt, dass ihre einzige Schule im Dorf geschlossen ist. Ein Gerücht macht die Runde, die Schule sei verhext und die Lehrerin von einem Dschinn besessen. Ein Schuljunge prahlt damit, dass er nun eine Jungenschule im Nachbardorf besucht. Eifersüchtig und verwirrt begibt sich Rabia auf eine Reise durch das Dorf und fragt verschiedene Erwachsene, warum ihre Schule geschlossen wurde, doch sie erhält nur ausweichende Antworten. Während die Gerüchte um die verfluchte Schule das Dorf immer stärker beherrschen, beginnt Rabia zunehmend an ihnen zu zweifeln. Sie fordert die Dorfkinder heraus, in die Schule zu gehen und den Dschinn auszutreiben – mit verstörenden Folgen. Traumatisiert bleibt Rabia schließlich nur die Wahl, entweder als Dienstmagd zu enden oder etwas Radikales zu tun, um wieder zur Schule gehen zu können. Sie beschließt, ein Opfer zu bringen und entfesselt damit magische Kräfte.

Girls don’t cry

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland 2025, 90 Minuten

Regie: Sigrid Klausmann, Co-Regie: Lina Lužytė Kamera: Thorsten Harms, Justyna Feicht, Gabriel Diaz, Lina Lužytė Musik: Lea-Marie Sittler Schnitt: Gregory Schuchmann Fernsehsender/Produktion: Schneegans Productions Rechte in Deutschland: farbfilm verleih, EMail: a.kaplon@farbfilm-verleih.de

Themen: Familie, Flucht, Frauen, Frauen/Mädchen, Genitalverstümmelung, Gerechtigkeit, Gewalt, Identität, Kinder/Jugend, LGBTQIA+, Menschenrechte, Minderjährige Geflüchtete

Was bedeutet es, in der heutigen, restriktiven Welt Mädchen zu sein?

Der Dokumentarfilm GIRLS DON’T CRY handelt von der Sehnsucht von sechs Mädchen aus sechs Ländern nach einem selbstbestimmten Leben in Freiheit, ihrem Wunsch, sich zu verlieben, ohne Bevormundung, ohne Macht über ihren Körper, mit gleichen Rechten.

Wir sehen Nancy, Sheelan, Selenna, Nina, Paige und Sinai, 14-16 Jahre alt, bei ihren selbstbewussten Entscheidungen in schwierigen Situationen, bei ihrem mutigen Kampf gegen brutale Traditionen wie die Beschneidung, gegen gesellschaftliche Zwänge und Druck, gegen Schönheitswahn und Vorurteile.

Die Länder, in denen die Protagonistinnen leben, sind nicht nur kilometerweit voneinander entfernt, auch ihre Lebensbedingungen, ihre Bildungschancen und ihre Rechte als Frauen in ihrer Gesellschaft unterscheiden sich erheblich.

Weitere Infos auch unter: www.girlsdontcry.org

Hanami

Filmstill

Spielfilm, Schweiz, Portugal, Kap Verde 2024, 96

Regie: Denise Fernandes Buch: Denise Fernandes, Telmo Churro Kamera: Alana Mejía González Musik: Etienne Curchod Ton: Henri Maïkoff Schnitt: Selin Dettwiler Fernsehsender/Produktion: Alina film, O Som e a Fúria Rechte in Deutschland: jip film & verleih, EMail: info@jip-film.de

Themen: Arbeit, Armut, Bildung/Erziehung, Familie, Flucht/Exil, Frauen/Mädchen, Geld, Heimat, Identität, Krankheit, Migration, Stadt / Land
Länder: Afrika

Auf einer abgelegenen Vulkaninsel, die alle verlassen wollen, lernt Nana zu bleiben. Ihre Mutter Nia, die an einer mysteriösen Krankheit leidet, verließ die Insel kurz nach ihrer Geburt. Als Nana hohes Fieber bekommt, wird sie zur Behandlung an den Fuß eines Vulkans geschickt. Dort begegnet sie einer Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Jahre später, als Nana ein Teenager ist, kehrt Nia zurück.

Der Film wurde auf der Insel Fogo („Feuer“) gedreht, einer der zehn Inseln des Kapverdischen Archipels. Hanami ist einer der wenigen Spielfilme, die auf den Kapverden gedreht wurden, und einer der ersten, der von einer kapverdischen Regisseurin gedreht wurde.

House of Hope

Filmstill

Dokumentarfilm, Niederlande, Palästina 2025, 91

Regie: Marjolein Busstra Buch: Marjolein Busstra Kamera: Abu Mosab Musik: Jesse Koolhaas & Yamen Martini Ton: Mahmoud Faroun Schnitt: Saskia Kievits, NCE Fernsehsender/Produktion: Omroep ZWART Rechte in Deutschland: First Hand Films, EMail: sales@firsthandfilms.com

Themen: Bildung/Erziehung, Gerechtigkeit, Gewalt, Kinder, Kinder/Jugend, Kinderarbeit, Krieg, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Menschenrechte
Länder: Niederlande, Palästina

An intimate film about Manar, a Palestinian woman running a pacifist Waldorf school in the occupied West Bank, together with her husband Milad. In the midst of a genocide and amid escalating violence, stress, and uncertainty, they continue to provide a safe haven for young children – a space where hope is taught, not as abstraction, but as daily acts of courage.

Immortals

Filmstill

Dokumentarfilm, Irak/Schweiz 2025, 94 Min.

Regie: Maja Tschumi Buch: Maja Tschumi, Melak Madhi Kamera: Silvio Gerber, Mohammed Al Khalili Musik: Manouk Roussyalian Ton: Kurt Human Schnitt: Alex Bakri Fernsehsender/Produktion: Filmgerberei Rechte in Deutschland: W-FILM Distribution, EMail: mail@wfilm.com

Themen: Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt
Länder: Irak

Die junge und willensstarke Milo gibt sich als Mann aus, um sich in Bagdad freier bewegen zu können. Khalili, ein ehrgeiziger Filmemacher, entdeckt die Macht seiner Kamera als Waffe im Kampf gegen das irakische Regime. Im Nachgang der Revolution 2019 sind Milo und Khalili die Gesichter, die Augen und die Stimmen einer irakischen Jugend, die unerbittlich für eine bessere Zukunft kämpft. Maja Tschumis neuer Film erzählt von den Hoffnungen einer jungen Generation, die endlich in Frieden leben möchte.

Zu Gast: Maja Tschumi

Kaktusfrüchte

Filmstill

Spielfilm, Indien/UK/Kanada 2025, 112

Regie: Rohan Parashuram Kanawade Buch: Rohan Parashuram Kanawade Kamera: Vika Urs Musik: Anirban Borthakur, Naren Chandavarkar Ton: Boloy Kumar Doloi, Rahul Karpe Schnitt: Anadi Athaley Fernsehsender/Produktion: Lotus Visual Productions; Dark Stories Rechte in Deutschland: Salzgeber, EMail: presse@salzgeber.de

Themen: Alter/Tod/Sterben, Armut, Gerechtigkeit, Identität, LGBTQIA+, Queer
Länder: Großbritannien, Indien, Kanada

Nach dem Tod seines Vaters verbringt der Call-Center-Angestellte Anand aus Mumbai die traditionelle zehntägige Trauerzeit in seinem Heimatdorf bei seiner Mutter. Statt den Verlust verarbeiten zu können, muss er sich durch einen Wust an Formalitäten und Ritualen kämpfen – immer unter dem Druck, die Erwartungen der erweiterten Familie nicht zu enttäuschen. Der Enge des Dorfes entziehen kann er sich bei seinem Kindheitsfreund Balya, mit dem er in heimlichen Momenten etwas Ruhe und Zärtlichkeit findet. Doch dann endet die Trauerzeit, und Anand muss sich der Frage stellen, ob seine Beziehung zu Balya eine Zukunft hat.

In „Kaktusfrüchte“ erzählt der Regisseur Rohan Parashuram Kanawade in stimmungsvollen, emotionalen Bildern von den Erfahrungen, die er als queerer Mensch im ländlichen Indien selbst gemacht hat: vom Verlust des Vaters sowie von der Unmöglichkeit zu trauern, wenn man Teile der eigenen Identität verstecken soll. „Kaktusfrüchte“ ist ein sehnsuchtsvoller, leise optimistischer Film über die Hoffnungsschimmer, die den Weg aus dem Nebel der Trauer leiten. Auf dem Sundance Film Festival – wo zuvor nie ein Film in der Sprache Marathi gezeigt worden war – wurde er 2025 als bester ausländischer Spielfilm ausgezeichnet.

Kalari Kid – She Hits Back

Filmstill

Dokumentarfilm, Indien/Schweiz 2026, 93 Min.

Regie: Maria Kaur Bedi & Satindar Singh Bedi Buch: Maria Kaur Bedi & Satindar Singh Bedi Kamera: Maria Kaur Bedi Musik: Paul Hertzog Ton: Neethu Sudha Mohandhas Schnitt: Maria Kaur Bedi Fernsehsender/Produktion: First Hand Films, Spirited Heroine Productions, SRG SRF, ARTE Rechte in Deutschland: First Hand Films, EMail: sales@firsthandfilms.com

Themen: Bildung/Erziehung, Frauen, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Gesundheit, Gewalt, Menschenrechte, Sport
Länder: Indien

Der Dokumentarfilm zeigt, wie eine der ältesten Kampfsportarten für Frauen in Indien zu einem Werkzeug der Selbstermächtigung werden kann. Die christliche Milena (21) liebt die Felder und ihre Kühe so sehr wie ihr Kalari-Training. Gezwungen, in die Stadt zu ziehen, um Krankenschwester zu werden, fühlt sie sich dort zunächst einsam und verloren – bis sie erkennt, dass ihr das Kalari-Wissen helfen kann. Da Krankenschwestern oft von Männern angegriffen werden, bringt Milena Kalari in die Stadt und trainiert ihre Kolleginnen in der Selbstverteidigung. Die hinduistische Grundschülerin Arushi (9) ist eine eifrige Kalari-Lernende und wartet darauf, alt genug zu sein, um mit ihren Kampfschwertern zu tanzen. Doch zunächst muss sie lernen, ihre Wut zu kontrollieren. Mit der Unterstützung ihrer Trainerinnen, den muslimischen Schwestern und Kalari-Meisterinnen Anshifa (23) und Arifa (26), lernt Arushi, ihre Emotionen zu beherrschen. 

Zu Gast: Maria Kaur Bedi & Satindar Singh Bedi

Kleines Universum

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland 2024/2025, 30

Regie: Nele Dehnenkamp Buch: Nele Dehmenkamp Kamera: Jonas Römmig Musik: Jana Irmert Ton: Sirius Kestel Schnitt: Torsten Striegnitz, Nele Dehnenkamp Fernsehsender/Produktion: 3sat/EIKON Media GmbH Rechte in Deutschland: 3sat, EMail: dufft@eikon-film.de

Themen: Abschiebung, Armut, Bildung, Bildung/Erziehung, Flucht, Flucht/Exil, Flucht/Exil/Asyl, Gerechtigkeit, Heimat, Identität, Integration, Krieg, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Menschenrechte, Zukunft
Länder: Afghanistan, Deutschland

Eine Afghanin auf dem Mond? Für Amena Karimyan ist kein Traum zu groß. Doch nach
ihrer Flucht vor den Taliban muss sie zuallererst in ihrer neuen Heimat Deutschland
ankommen. Gefangen zwischen der Last ihrer Vergangenheit, dem deutschen
bürokratischen System und ihren eigenen Ambitionen begibt sich die junge Afghanin auf
eine Mission, ihren Platz auf Erden zu finden – ohne ihre Träume aufzugeben.

Klimavertriebene: Ohne Heim, ohne Rechte

Filmstill

Dokumentarfilm, Frankreich 2025, 54 Min.

Regie: François-Xavier Trégan Buch: François-Xavier Trégan Kamera: Stéphane Rossi, Vincent Rimbaux Musik: Nicolas Mollard Ton: Marc Taillardat Schnitt: Fanny Boutillon Fernsehsender/Produktion: ARTE GEIE, Babel Rechte in Deutschland: ARTE GEIE, EMail: assist-thema@arte.tv

Themen: Entwicklungshilfe, Heimat, Menschenrechte, Umwelt, Wasser, Witschaft, Zukunft
Länder: Bangladesh, Kolumbien

Mittlerweile werden durch den Klimawandel mehr Menschen vertrieben als durch Kriege und Konflikte. 2023 waren es 26 Millionen, 2050 könnten es schon über 220 Millionen sein. Einen universellen Rechtsrahmen, der ihnen Schutz böte, gibt es nicht – und die internationale Gemeinschaft schaut weg. Die Politik in Bangladesh, Kolumbien und auf einigen pazifischen Inseln hat sich des Problems mit Umsiedlungsprogrammen angenommen und bezieht die Betroffenen mit ein. 

Zu Gast: Shaheen Dill-Riaz (virtuell), Francois-Xavier Trégan (angefragt)

Kukata Miti

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland, Indonesien, DR Kongo 2026, 80

Regie: Daniel Kötter Buch: Daniel Kötter, Olande Byamungu, Ikbal Lubys Kamera: Daniel Kötter Musik: Ikbal Lubys Ton: Luka Barajevic Schnitt: Daniel Kötter Fernsehsender/Produktion: Daniel Kötter Rechte in Deutschland: Daniel Kötter und Verita Films, EMail: dankoet@gmail.com

Themen: Ernährung, Frauen, Gewalt, Klima, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Landwirtschaft, Umwelt/Ökologie
Länder: Demokratische Republik Kongo, Deutschland, Indonesien

Wälder sind gerodet, Bäume gefällt worden, der Mensch nimmt Rache, an sich und seiner Umwelt. Das dokumentarische Märchen Kukata Miti nimmt den Betrachter:in mit auf eine kinematografische Reise durch Landschaften des Verlustes in Deutschland, Indonesien und der DR Kongo.

Der deutsche Filmemacher Daniel Kötter lädt seine jahrelangen Kollaborationspartner, den indonesischen Instrumentenbauer und Musiker Ikbal Lubys, und die kongolesische Journalistin und Frauenrechtlerin Olande Byamungu mit ihren Kindern in die Landschaften seiner eigenen Heimat ein: die Wälder des Bergischen Lands wurden durch Trockenheit und Borkenkäferplagen in den letzten Jahren verwüstet. im Gegenzug bringen Lubys und Byamungu Kötters Kamera an jene Orte ihrer Heimatländer, wo Verlust von Wald zu einschneidenden sozialen und politischen Verwerfungen geführt hat. Was als Aussenperspektive einer mitteleuropäischen Romantisierung des Waldtopos beginnt, wandelt sich im Laufe des Films zu einer zunehmend gewaltvollen Erzählung des materialen Verhältnisses von Mensch und Nichtmensch.
Im Bergischen Land, in Süd-Kivu in der DR Kongo und in Kalimantan in Indonesien – Wälder sind gerodet, Bäume gefällt worden. Dies verändert die Landschaft und ihre lokalen Ökologien und sozialen Systeme grundlegend. Nach der Gewalt, die an Menschen, Gesellschaften und Ökosystemen verübt wurde, stellt das dokumentarische Märchen Kukata Miti die Frage: Was macht einen Wald aus? Wen treffen wir dort an und wie erzählen wir das Verhältnis von menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren neu? Basierend auf einer kollaborativen Recherche mit der Frauenrechtlerin Olande Byamungu und dem Instrumentenbauer und Musiker Ikbal Lubys zeigt der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmer Daniel Kötter eine Welt, in der die Katastrophe bereits stattgefunden hat.

Lebensgefahr: Umweltschützer im Visier

Filmstill

Dokumentarfilm, Frankreich, Spanien 2025, 77'

Regie: Frank Gutiérrez Buch: Carla Guimaraes Kamera: Carlos Garcés Musik: Gabriel Marine Ton: Eva Maurizot Schnitt: Frank Gutiérrez, Claudio Hugues Fernsehsender/Produktion: ARTE GEIE, Crescendo Media Films, Diagonql, Agent double productions

Themen: Gerechtigkeit, Umwelt
Länder: Brasilien, Honduras, Mexiko

Berta Cáceres, Aldo Zamora und Paulino Guajajara waren Umweltaktivisten. Ihr Einsatz zum Schutz von Wäldern, Flüssen und indigenen Gemeinschaften kostete sie das Leben.
Wer steckt hinter diesen Verbrechen? Und wer sorgt dafür, dass Auftraggeber und Mörder oft straffrei bleiben? Die Doku enthüllt die Rolle von Großkonzernen und nationalen Regierungen bei der Zerstörung des blauen Planeten.

Lolita lesen in Teheran

Filmstill

Spielfilm, Italien, Israel 2025, 108

Regie: Eran Riklis Buch: Marjorie David Kamera: Hélène Louvart Musik: Yonatan Riklis Ton: Gianluca Costamagna Schnitt: Arik Lahav-Leibovich Fernsehsender/Produktion: Rosamont, Minerva Pictures Group Srl und RAI Cinema, in Zusammenarbeit mit Topia Communications, United King Films, WestEnd Films und Eran Riklis Productions Ltd. Rechte in Deutschland: Weltkino Filmverleih (GmbH), EMail: ehahn@weltkino.de

Themen: Bildung, Demokratie/Demokratisierung, Frauen, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Geschichte, Heimat, Kunst/Kultur, Menschenrechte
Länder: Iran

Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.

Mit LOLITA LESEN IN TEHERAN erzählt Eran Riklis (LEMON TREE) die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble um Golshifteh Farahani und Zar Amir zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann.

Love Like Ours

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Dokumentarfilm, Myanmar 2024, 17'42

Regie: Yan Paing Htun Kamera: Paing Aung Ton: Sai Nyi Min Htut Schnitt: Khin Warso Fernsehsender/Produktion: Yangon Film School, EMail: festival@yangonfilmschool.org

Themen: Menschenrechte, Rassismus, Religion
Länder: Myanmar

Ko Aung Zay Yar, a Muslim, and his wife Ma Tin Tin Maw, a former Buddhist turned Muslim, have called the Ayeyarwady fishing village of Nga Pote Thin their home since before Cyclone Nargis struck in 2008. They may have survived that devastating weather event, but their love is clouded by her family’s disapproval of her conversion to Islam as well as the daily prejudice they face as the only Muslim family in this otherwise entirely Buddhist community. Love Like Ours shows how they navigate these challenges and impart valuable lessons to their children about how to live your life when you are in the minority.

Majini

Kurzspielfilm, Deutschland, Tansania 2025, 20

Regie: Joshua Neubert, Victor Muhagachi Buch: Joshua Neubert Kamera: Larius Kieninger Musik: Peter Albrecht Ton: Marc Lehnert, Jonathan Rösch Schnitt: Emma Holzapfel Fernsehsender/Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH (Ludwigsburg) Rechte in Deutschland: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH (Ludwigsburg), EMail: info@filmakademie.de

Themen: Identität
Länder: Deutschland, Tansania

„Majini“ erzählt die Geschichte des 13-jährigen Fari, der Angst vor tiefem Wasser hat und doch mit seinem älteren Bruder aufs Meer hinausfahren muss, um zu fischen, als ihr Vater erkrankt. Auf offener See geraten die beiden zunehmend unter Druck, den Erwartungen an Männlichkeit und Verantwortung gerecht zu werden. Zwischen Angst, familiärer Pflicht und dem Kampf ums Überleben entwickelt sich eine intensive Auseinandersetzung mit Brüderlichkeit und Selbstbehauptung in einer existenziellen Situation.

MATERIA PRIMA

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Dokumentarfilm, Deutschland 2026, 90 Min.

Regie: Jens Schanze Buch: Jens Schanze Kamera: Börres Weiffenbach, Carlos Martínez Musik: Atena Eshtiaghi Ton: Claudia Leder Schnitt: Ulrike Tortora Fernsehsender/Produktion: Mascha Film GbR, Filmtank GmbH, ZDF/3sat, Deutsche Welle Rechte in Deutschland: Cine Global Filmverleih, EMail: daniel@cineglobal.de

Themen: Armut, Bodenschätze, Energie, Klima, Kolonialismus, Neokolonialismus, Rohstoffe, Umwelt, Wirtschaft/Weltwirtschaft
Länder: Bolivien

Das weltweit größte Lithiumvorkommen befindet sich in Bolivien. Die Europäer wollen den Rohstoff, um ihre Automobilindustrie zu retten. Die Bolivianer wollen ihn nutzen, um die Armut zu überwinden. Mit seiner multiperspektivischen Erzählweise bietet der Film einen exklusiven Einblick in die strategischen Verhandlungen der Europäer und beleuchtet die unterschiedlichen Haltungen eines Bauern, einer Lamahirtin, einer Minenwächterin, einer Anwältin, eines Bergarbeiters und einer politischen Aktivistin in Bezug auf die geplante Industrialisierung Boliviens durch ausländische Unternehmen. Voice-over-Zitate aus der Chronik eines indigenen Zeitzeugen des 16. Jahrhunderts spannen einen Bogen zwischen kolonialer Vergangenheit und Gegenwart des 21. Jahrhunderts. 

Filmgespräch mit Jens Schanze (virtuell)

My Stolen Planet

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Dokumentarfilm, Spielfilm, Deutschland/ Iran 2024, 82

Regie: Farahnaz Sharifi Buch: Farahnaz Sahrifi Kamera: Farahnaz Sharifi Musik: Atena Eshtiaghi Ton: Daniel Wulff Schnitt: Farahnaz Sharifi Fernsehsender/Produktion: JYOTI Film / Pak Film Iran Rechte in Deutschland: JYOTI Film/ Little Dream Pictures, EMail: mail@jyotifilm.de

Themen: Demokratie/Demokratisierung, Familie, Flucht/Exil/Asyl, Frauen, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Gewalt, Krieg/Konflikt/ Diktatur, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, Menschenrechte, Politik
Länder: Deutschland, Iran

My Stolen Planet erzählt in Tagebuchform von Farah, einer Filmemacherin, die 1979, nach der islamischen Revolution im Iran geboren wurde. In einer Sammlung von 8-mm-Filmen, die sie von verschiedenen Menschen erworben hat, stellt sie Momente der Freude und des Widerstands zusammen und zeigt den Kontrast zwischen innerer Freiheit und äußerer Unterdrückung. Durch die Kontaktaufnahme zu Leila, einer Hochschulprofessorin, die den Iran während der Revolution verließ, bekommt ein Gesicht in Farahs Archiv einen Namen und eine Geschichte. Auch Farahs an Alzheimer erkrankte Mutter motiviert sie, gegen das Vergessen zu kämpfen. Dann beginnt im Herbst die Jin-Jiyan-Azadî-Bewegung und markiert für Farah, wie für viele andere Iraner*innen auch, einen Wendepunkt in ihrem Leben. Der Film zeigt Momente des Friedens inmitten des Aufruhrs und offenbart die komplexe Verbindung zwischen persönlichem und politischem Leben im Iran.

Nawi – Dear Future Me

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Spielfilm, Kenia/Deuschland 2024, 104 Min.

Regie: Toby & Kevin Schmutzler, Val Chelluget, Apuu Mourine Buch: Milcah Cherotich, Toby & Kevin Schmutzler Kamera: Klaus Kneist, Renata Mwende Musik: Amadeus Indetzki, Apuu Mourine Ton: Roman Pogorzelski Schnitt: Toby Schmutzler Fernsehsender/Produktion: FilmCrew Media GmbH Rechte in Deutschland: FilmCrew Media & Atlasfilm, EMail: kevin@filmcrew.media

Themen: Armut, Bildung, Familie, Frauen, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Identität, Kinder, Lebensformen, Menschenrechte, Missbrauch, Tradition
Länder: Afrika

Nawi träumt davon, die High School zu besuchen – doch dieser Traum zerbricht, als ihr Vater Eree sie mit einem Fremden verheiraten will. Obwohl die Familie auf das Brautgeld angewiesen ist, wehrt sich Nawi gegen die Zwangsehe. Ihr Bruder Joel steht ihr dabei zur Seite. In der Nacht vor der Hochzeit flieht sie. Verfolgt von der eigenen Familie, macht sie sich auf den Weg nach Nairobi, um für ihre Zukunft zu kämpfen. Doch dann erfährt sie, dass ihre Schwester nun an ihrer Stelle verheiratet werden soll.

Auch für Schulklassen (FSK 12)!

Wenn Sie die Vorstellung mit Ihrer Schulklasse besuchen möchten, melden Sie sich bitte hier an.

NIGHT OF THE COYOTES

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Dokumentarfilm, Österreich/Deutschland 2024, 82 Min.

Regie: Clara Trischler Buch: Clara Trischler Kamera: Miriam Ortiz Guzmán Musik: Anna Ljungberg, Tilman Eberle Ton: Baruch Arias Schnitt: Marielle Pohlmann Fernsehsender/Produktion: Horse&Fruits Filmproduktion Rechte in Deutschland: Horse&Fruits Filmproduktion, EMail: florian@horseandfruits.com

Themen: Flucht/Exil, Fluchtursachen, Frauen, Frauen/Mädchen, Globalisierung, Heimat, Identität, Migration
Länder: Mexiko

El Alberto, 1000 Kilometer von der US-amerikanischen Grenze entfernt, ist Austragungsort einer makabren Simulation. Hier können zahlungswillige Tourist:innen sich einen Eindruck von einem illegalen Grenzübertritt machen – Schlepper:innen, knappe Wasservorräte und fingierte Vergewaltigungen inklusive. Clara Trischler dokumentiert das Event, verwebt es jedoch sensibel und bildstark mit den Erzählungen einer indigenen Gemeinde, die zwischen Traum und Trauma ihren eigenen Weg sucht.

Zu Gast: Clara Trischler

NIÑXS – Das Leben glitzert

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Dokumentarfilm, MEX/DE 2025, 93

Regie: Kani Lapuerta Buch: Kani Lapuerta Kamera: Quetzalli Malagón Musik: Boris Skalsky, Jonathan Noveron Ton: Karina Villaseñor Schnitt: Yuri Amaral Fernsehsender/Produktion: ZDF, ARTE / La Sandía Digital, Sparrow on Rooftops Rechte in Deutschland: missingFILMs GmbH, EMail: festivals@missingfilms.de

Themen: Frauen/Mädchen, Identität, Integration, Kinder/Jugend, Lebensformen, LGBTQIA+, Menschenrechte, Queer
Länder: Mexiko

Der Film begleitet über einen Zeitraum von acht Jahren die trans Jugendliche Karla in der kleinen Stadt Tepoztlán in Mexiko. Während Karla ihre Geschlechtsangleichung und den Übergang ins Erwachsenenalter meistert, entsteht ein berührendes Porträt, das die Herausforderungen und Freuden einer trans Identität im ländlichen Raum zeigt. Durch intime und offene Gespräche mit dem Filmemacher Kani Lapuerta entsteht eine erzählerische Welt, in der Freundschaft, Selbstbestimmung und Hoffnung im Mittelpunkt stehen und Realität mit Fantasie verschmilzt.

NUESTRA SOMBRA

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Kurzspielfilm, Spielfilm, Argentinien - Deutschland 2024, 20

Regie: Agustina Sanchez Gavier Buch: Agustina Sanchez Gavier Kamera: Constanza Sandoval Musik: Joel Jaffe Ton: Henning Hein Schnitt: Agustina Sanchez Gavier Fernsehsender/Produktion: Kunsthochschule für Medien Köln Rechte in Deutschland: Agustina Sanchez Gavier, EMail: agus.gavier@gmail.com

Themen: Armut, Frauen, Landgrabbing, Landwirt, Nachhaltigkeit, Umwelt
Länder: Argentinien

Der Himmel birgt schlechte Omen. Wo die Natur verachtet wird, verschwinden Menschen, fallen Bäume und die Sonne wird verschlungen.

Vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis, die Misiones, Argentinien, umgibt taucht der Film NUESTRA SOMBRA in die beunruhigenden Veränderungen der Menschen ein, die inmitten der Ausbeutung des Waldes leben.
Die Hauptfigur Maria, eine Verkörperung der existenziellen Unsicherheit inmitten der Dunkelheit, reflektiert über verborgene Mächte, die unsere Welt formen. Indem NUESTRA SOMBRA die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischt, greift der Film Themen der menschlichen Dekadenz auf, die auf der Welt vorherrschen.

NUNKUI

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Spielfilm, Kolumbien, Chile, Deutschland 2026, 80

Regie: Verenice Benitez Buch: Verenice Benitez Kamera: Pascale Marin Musik: NA Ton: Juan José Luzuriaga Schnitt: Carlos Ruiz Tagle Fernsehsender/Produktion: Caleidoscopio Cine / Autentika Films Rechte in Deutschland: Autentika Films, EMail: info@autentikafilms.com

Themen: Bildung/Erziehung, Bodenschätze, Energie, Familie, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Globalisierung, Heimat, Identität, Kinder/Jugend, Klima, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, Landwirtschaft, Lebensformen, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Rohstoffe, Stadt / Land, Tradition/Moderne, Umwelt/ Naturschutz, Widerstand, Wirtschaft/Weltwirtschaft, Zukunft
Länder: Ecuador

Nunkui ist das weibliche Wesen des Gemüsegartens und der Name eines
Shuar-Mädchens, das in einer üppigen Welt lebt. Vorahnungsvolle Träume und Bergbaukonflikte im Amazonasgebiet markieren ihren Eintritt in die Pubertät und das
Verständnis ihres Platzes in der Welt.

On the Border

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Dokumentarfilm, Österreich, Schweiz, Deutschland 2024, 103

Regie: Gerald Igor Hauzenberger & Gabriela Schild Buch: Gabriela Schild & Gerald Igor Hauzenberger Kamera: Thomas Eirich Schneider u.a. Musik: Bernhard Fleischmann Ton: Barnaby Hall u.a. Schnitt: Nela Märki & Stefan Fauland Fernsehsender/Produktion: ZDF/3sat, ORF, SRF Rechte in Deutschland: Corso Film, EMail: office@framelab.at

Themen: Abschiebung, Armut
Länder: Afrika

ON THE BORDER zeichnet über einen Zeitraum von fünf Jahren das tägliche Streben dreier Stadtbewohner:innen gegen die sozialen und politischen Missstände nach. Ein sensibles Porträt der Tuareg-Stadt am Schnittpunkt der Kulturen, das das Scheitern des Pakts mit Europa sichtbar macht.

Patrol – Auf Patrouille durch den Regenwald

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Dokumentarfilm, Dokumentation, Nicaragua/USA 2023, 83

Regie: Camilo de Castro Belli, Brad Allgood Rechte in Deutschland: Drop-Out Cinema eG, EMail: joerg@dropoutcinema.org

Themen: Armut, Bodenschätze, Ernährung, Fairer Handel, Flucht/Exil, Fluchtursachen, Gerechtigkeit, Gewalt, Globalisierung, Klima, Postkolonialismus, Rohstoffe, Widerstand, Wirtschaft, Wirtschaft/Weltwirtschaft, Zukunft
Länder: Nicaragua

Der packende Dokumentarfilm von Camilo de Castro Belli & Brad Allgood begleitet eine Gruppe indigener Ranger auf ihren Patrouillen in einem der letzten unberührten Regenwälder Mittelamerikas, um der Zerstörung des Naturschutzreservates durch illegale Viehzücher entgegentreten.

Rains Over Babel (LLUEVE SOBRE BABEL)

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Spielfilm, Kolumbien / Spanien / USA 2025, 111

Regie: Gala del Sol Buch: GALA DEL SOL Kamera: STEN TADASHI OLSON Musik: MARTÍN DE LIMA Ton: GERRY VAZQUEZ, MPSE, JAMES PARNELL Schnitt: GALA DEL SOL, HADLEY HILLEL Fernsehsender/Produktion: Gala del Sol Films / Fabrica Mundi Rechte in Deutschland: CINEMIEN Deutschland, EMail: kontakt@cinemien.de

Themen: Familie, Identität, Kunst, Kunst/Kultur, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, LGBTQIA+, Mode, Musik, Queer, Religion, Science Fiction
Länder: Kolumbien, Spanien, USA

Ein wildes, verspieltes Debüt aus Lateinamerika: Rains over Babel spielt im neongetränkten queeren Club „Babel“, wo La Flaca mit den Seelen ihrer Gäste um Lebenszeit spielt. Seelenfänger Dante sucht einen Ausweg, Roma und Darla bereiten sich auf die Drag Wars vor, Pastor Don Alfonso wettert dagegen, und Timbi muss mit La Pitonisa und dem sprechenden Salamander Rosa den Leadsänger von The Black Mamba finden. Gala del Sol liefert eine schweißtreibende, glittergeschwängerte Tropical-Punk-Extravaganza, bei der Figuren und Bass gleichermaßen explodieren.

Shambhala

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Spielfilm, Nepal, Frankreich, Norwegen, Hongkong, Türkei, Taiwan, USA, Katar 2024, 150

Regie: Min Bahadur Bham Buch: Min Bahadur Bham, Abinash Bikram Shah Kamera: Aziz Zhambakiyev Musik: Nhyoo Bajracharya Ton: Tu Duu-Chih, Tu Tse-Kang, Samrat Khanal, Dikesh Khadgki Shahi Schnitt: Liao Ching-Sung, Kiran Shrestha Fernsehsender/Produktion: Shooney Films, CDP, Ape&Bjørn, Aaru Production, ZK Films, Yi Tiao Long Hu Bao, Bangdel and Shakya Production Rechte in Deutschland: MFA+ FilmDistribution e.K., EMail: info@mfa-film.de

Themen: Familie, Frauen, Heimat, Identität, Lebensformen, Religion, Tradition, Tradition/Moderne
Länder: Nepal

Die schwangere Pema lebt mit ihren drei Ehemännern in der höchstgelegenen Siedlung der Welt im nepalesischen Himalaya. Es ist einer der letzten Orte, an dem es noch die alte Tradition der Polyandrie gibt. Als ihr erster Ehemann Tashi auf der Handelsroute nach Lhasa verschwindet und das Gerücht umgeht, Pemas Kind wäre von einem fremden Mann, scheint das junge Glück in Gefahr. Zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem Mönch Karma, begibt sich Pema in die unbarmherzige Wildnis auf die Suche nach ihrem geliebten Tashi. Ihre Reise führt zu einer spirituellen Selbstfindung und Befreiung, an deren Ziel Pemas wahre Bestimmung wartet: Shambhala. Wird sie das alte Königreich finden, in dem laut der Legende Mensch und Natur im Einklang mit dem Geist sind?

Es ist der erste nepalesische Film, der im Wettbewerb der Berlinale lief: Regisseur Min Bahadur Bham vermischt in SHAMBHALA meisterhaft Tradition und Moderne und bringt eine unbekannte Kultur sowie die beeindruckende Himalaya-Landschaft auf die Leinwand. Zugleich zeigt er mit Pema eine unverwechselbare, starke und moderne weibliche Hauptfigur.

Sultanas Traum

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Animationsfilm, Spanien, Deutschland 2024, 79

Regie: Isabel Herguera Buch: Isabel Herguera, Gianmarco Serra Musik: Gianmarco Serra Ton: Simon Bastian Schnitt: Gianmarco Serra Fernsehsender/Produktion: ARTS/ZDF, Fabian&Fred (DE), Spanien: Sultana Films, Abano, El Gatoverde, UNIKO Rechte in Deutschland: Fabian&Fred GmbH, Fabian Driehorst, EMail: distribution@fabianfred.com

Themen: Familie, Frauen, Frauen/Mädchen, Gerechtigkeit, Gewalt, Identität, Lebensformen, Menschenrechte, Musik, Religion, Stadt / Land, Tourismus, Tradition/Moderne
Länder: Deutschland, Indien, Spanien

In einer indischen Buchhandlung stößt die junge Künstlerin Inés, auf ein geheimnisvolles Buch, das ihr Leben für immer verändert. „Sultana’s Dream“, geschrieben 1905 von einer bengalischen Autorin namens Rokeya, erzählt von Ladyland, einem Paradies der Frauen. Hier regieren, forschen und gestalten sie ihr Leben im Einklang mit der Natur, nach dem Prinzip von Liebe und Wahrheit. Männer kümmern sich hinter den hohen Mauern der Häuser ausschließlich um Hausarbeit und Kinderbetreuung. Die kühnen Visionen und ihre Autorin lassen Inés nicht los, wecken den Wunsch nach Freiheit und großen Träumen. Auf den Spuren Rokeyas und Ladyland begibt sich die junge Frau auf eine hypnotische Reise quer durchs Land, über Bangladesh, Sodepur und Vrindavan, über Rom und zurück in die spanische Heimat.

Sudan: Ein Krankenhaus im Schatten des Krieges

Filmstill

Dokumentarfilm, Dokumentation, Sudan/Deutschland 2025, 52 Min.

Regie: Carl Gierstorfer, Laura Salm-Reifferscheidt Buch: Carl Gierstorfer, Laura Salm-Reifferscheidt Kamera: Carl Gierstorfer Ton: Laura Salm-Reifferscheidt Schnitt: Ronald Rist Fernsehsender/Produktion: ZDF/Arte / Deutsche Welle / DOCDAYS Productions GmbH Rechte in Deutschland: Antje Boehmert, DOCDAYS Productions GmbH, EMail: berlin@docdaysproductions.com

Themen: Alter/Tod/Sterben, Arbeit, Armut, Entwicklungshilfe / Katastrophenhilfe, Entwicklungspolitik, Ernährung, Flucht, Flucht/Exil, Flucht/Exil/Asyl, Fluchtursachen, Frauen, Frauen/Mädchen, Freiwillige, Gesundheit, Gewalt, Heimat, Hunger, Krankheit, Krieg, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Krieg/Konflikt/ Diktatur, Menschenrechte, Migration, Widerstand, Witschaft
Länder: Afrika, Sudan

Seit Jahrzehnten werden die Bewohner der Nubaberge im Sudan von der islamistischen Regierung in der Hauptstadt Khartum unterdrückt. Bis heute gibt es in der abgelegenen Region im Süden des Landes weder asphaltierte Straßen noch ein Mobilfunknetz – und vor allem kaum medizinische Versorgung. Doch ein Krankenhaus trotzt seit fast 30 Jahren allen Widrigkeiten. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im April 2023 hat sich die Situation dramatisch verschärft. Der Konflikt hat zwölf Millionen Menschen vertrieben. Hunderttausende von ihnen sind in die Nubaberge geflohen. Die Front ist nicht weit, doch bislang blieb die Region weitgehend verschont. Dem Hunger aber, der mehr als die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung bedroht, können die Menschen auch dort nicht entkommen. Der Film begleitet Joseph Yacoub in seinem Alltag als Leiter eines Krankenhauses. Er ist der einzige Chirurg weit und breit. Hunderte Patienten strömen täglich in das Krankenhaus: hochschwangere Frauen, verwundete Kämpfer, Mütter mit ihren unterernährten Kindern. Nicht allen von ihnen kann geholfen werden.

Zu Gast: Laura Salm-Reifferscheidt, Susanne Mertens & Jean-Christoph Caron (ZDF/arte)

Taste of Salt

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Dokumentarfilm, Germany 2025, 88

Regie: Raaed Al Kour Buch: Raaed Al Kour Kamera: Jacob Kohl Musik: Arezou Rezaei Ton: Philip Hutter Schnitt: Jonas Riedinger Fernsehsender/Produktion: HFF Rechte in Deutschland: Raaed Al Kour, EMail: raaedalkour@hotmail.com

Themen: Familie, Flucht/Exil, Flucht/Exil/Asyl
Länder: Afrika, Deutschland, EU

Die beiden jungen Exilanten Belal und Ammar kämpfen in ihrem neuen Leben in Deutschland mit dem Verlust ihrer Heimat und tiefer Sehnsucht. Während der eine die lebensgefährliche Überfahrt auf einem Flüchtlingsboot nach Europa überlebt hat, sucht der andere noch immer verzweifelt nach seinem vermissten Bruder. Ihre persönliche Reise entfaltet sich auf der Bühne eines Theaterstücks, das sie selbst aktiv mitgestalten. Dabei wird das Stück zu einem Spiegelbild des anhaltenden Schmerzes, den viele Exilanten in Europa bis heute in sich tragen.

TEVÎ HER TIŞTÎ – TROTZ ALLEDEM

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Dokumentarfilm, Syrien/Deutschland 2025, 90 Min.

Regie: Robert Krieg Buch: Leyla Erkus, Robert Krieg Kamera: Mansour Karimian Musik: Diverse Ton: Robert Krieg Schnitt: Hamed Mohammadi Fernsehsender/Produktion: Fürst Film Rechte in Deutschland: Fürst Film, Krieg & Nolte GbR, EMail: info@krieg-nolte.de

Themen: Demokratie/Demokratisierung, Frauen, Gerechtigkeit, Identität, Krieg/Konflikt/ Diktatur, Lebensformen, Zukunft
Länder: Syrien

Mit eindrucksvollen Bildern und eindringlichen persönlichen Geschichten begleitet der Dokumentarfilm Frauen in Rojava, einer autonomen Region im Norden Syriens. Trotz anhaltender Konflikte, tief verwurzelter patriarchaler Strukturen und politischer Repression setzen sie sich für ein selbstbestimmtes Leben ein – im Alltag, in Kooperativen, auf Feldern und in Klassenzimmern. Ob Sidan, die als Englischlehrerin gleich mehrere Jobs meistert, oder Jehan, die kunsthandwerkliche Fähigkeiten weitergibt und Räume für Gemeinschaft schafft – sie alle verkörpern den stillen, aber entschlossenen Widerstand gegen Unterdrückung Regisseur Robert Krieg fängt Momente des Überlebens, der Solidarität und der Hoffnung ein und erzählt von einem gesellschaftlichen Wandel, der abseits der Weltöffentlichkeit geschieht – getragen von Frauen, die den Aufbruch selbst in die Hand nehmen.

Zu Gast: Robert Krieg

The Gospel of Revolution

Filmstill

Dokumentarfilm, Dokumentation, F/Belgien 2024, Kinostart: 02.04.2026

Regie: François-Xavier Drouet Rechte in Deutschland: Drop-Out Cinema eG, EMail: joerg@dropoutcinema.org

Themen: Religion, Widerstand, Wirtschaft, Wirtschaft/Weltwirtschaft
Länder: Brasilien, Mexiko, Nicaragua

In den 1960er Jahren breiteten sich in ganz Lateinamerika revolutionäre Bewegungen gegen Diktatoren und Regierungen aus. Die Befreiungstheologie, eine Richtung der christlichen Theologie, inspirierte Millionen von Christen dazu, sich den Revolutionen anzuschließen. Die Dokumentation begleitet einen belgischen Pastor, der sich in der Befreiungstheologie engagiert, und nimmt uns mit auf eine Reise in revolutionäre Bewegungen in El Salvador, Brasilien, Nicaragua und Mexiko. Ein Film über Kraft und Konflikt durch und mit dem eigenen Glauben.

The Village Next To Paradise

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Spielfilm, Somalia, Österreich, Deutschland, Frankreich 2024, 132

Regie: Mo Harawe Buch: Mo Harawe Kamera: Mostafa El Kashef Musik: --- Ton: Willis Abuto, Anne Gibourg, Guadalupe Cassius, Christophe Vingtrinie Schnitt: Joana Scrinzi Fernsehsender/Produktion: Freibeuter Film, Kazak Productions, NiKo Film, Maanmaal ACC Rechte in Deutschland: NiKo Film, EMail: n.gerhards@nikofilm.de

Themen: Bildung, Bildung/Erziehung, Familie, Frauen, Kinder
Länder: Afrika, Somalia

In einem abgelegenen Küstendorf in Somalia kämpft Mamargade, ein alleinerziehender Vater, mit den Herausforderungen des täglichen Lebens. Seine Schwester Araweelo sucht nach ihrer Scheidung bei ihm ein neues Zuhause. Und Cigaal, sein Sohn, wird in den Turbulenzen dieser zerbrechlichen Familie manchmal übersehen. Trotz unterschiedlicher Ziele in einer komplexen Welt findet die Familie durch Liebe, Vertrauen und Zuversicht ihren eigenen Weg.

Traces of Responsibility

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Dokumentarfilm, Schweiz, Deutschland, Ruanda 2024, max. 110

Regie: Anja Reiss, Jann Anderegg Buch: Anja Reiss, Jann Anderegg Kamera: Luise Schröder, Simon Guy Fässler Musik: Michael Sauter, Moïse Mutangane Ton: Marco Teufen, Dominik Leube Schnitt: Jann Anderegg Fernsehsender/Produktion: Dschoint Ventschr Filmproduktion Rechte in Deutschland: Dschoint Ventschr Filmproduktion, EMail: karin@dvfilm.ch

Themen: Gerechtigkeit, Identität, Kolonialismus, Krieg, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Kunst/Kultur, Medien/ Neue Medien, Menschenrechte, Politik, Religion, Widerstand, Zukunft

EINE INTERAKTIVE REISE VON ANJA REISS + JANN ANDEREGG
DEINE ENTSCHEIDUNGEN BESTIMMEN DIE GESCHICHTE

In diesem interaktiven Roadmovie erlebt das Publikum eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit den komplexen Ursprüngen und Nachwirkungen des Völkermordes an den Tutsi 1994 in Ruanda.

Auf einer Reise durch das heutige Ruanda entscheiden die Zuschauer:innen gemeinsam, welchen Spuren sie folgen und wie tief sie in die Geschichte eintauchen möchten.

Acht Haupthandlungsstränge mit insgesamt 38 Entscheidungen und 16 möglichen Enden eröffnen unzählige Perspektiven auf Erinnerung, Verantwortung und Gegenwart.

WHISTLEBLOWER

Filmstill

Dokumentarfilm, Deutschland 2026, 90 Min.

Regie: Marc Bauder Buch: Marc Bauder Kamera: Börres Weiffenbach Musik: Thomas Kürstner Ton: Oliver Stahn Schnitt: Stefan Stabenow Fernsehsender/Produktion: 3sat, rbb Rechte in Deutschland: bauderfilm GmbH, EMail: bettina@bauderfilm.de

Themen: Flucht/Exil, Geld, Gerechtigkeit, Gewalt, Globalisierung, Kriminalität
Länder: Kongo, Südafrika

Jean-Jacques Lumumba ist der wichtigste Whistleblower Afrikas. Dieser Film begleitet den Großneffen des Freiheitskämpfers Patrice Lumumba, über drei Jahre lang in einem Kampf David gegen Goliath. Er zeigt, wie Lumumba selbst in seinem Exil eingeschüchtert und bedroht wird, wie er standhält und schließlich vor Gericht aussagt. Neben Lumumba erzählt Marc Bauders neuer Film auch von anderen Whistleblower:innen und ihren Geschichten. So von dem US-Drohnenpiloten Daniel Hale. WHISTLEBLOWER ist der erste Dokumentarfilm, der die universelle Dimension des Whistleblowings in den Fokus nimmt. Er zeigt einen neuen Typus des Freiheitskämpfers: Für Bürgerrechtler:innen und die Weltöffentlichkeit sind Whistleblower unentbehrliche Helfer:innen gegen illegale Machenschaften. Der Preis dafür ist hoch. Lobbyisten, Privatdetektive, Regierungen und ihre Geheimdienste und deren willfährige Medien führen einen regelrechten Krieg gegen die Whistleblower, versuchen sie einzuschüchtern und zu delegitimieren. WHISTLEBLOWER erzählt aber auch von den vielen Menschen und Netzwerken hinter jedem Fall: Den Investigativjournalist:innen, Anwält:innen und Helfer:innen, die den Whistleblowern zur Seite stehen, ihnen Öffentlichkeit und Schutz geben. 

Zu Gast: Marc Bauder

Wir, die Wolfs

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Dokumentarfilm, Deutschland, Ecuador 2025, 98

Buch: Dario Aguirre Kamera: Santiago Oviedo, Darío Aguirre Ton: Andrés Galarza, Emile Plonski, Timo Selengia Schnitt: Dario Aguirre Fernsehsender/Produktion: Tiempo Filmproduktion GmbH & Co. KG, EMail: dario.aguirre@tiempofilm.de

Themen: Armut
Länder: Deutschland, Ecuador, Globale Themen, Lateinamerika

Eine Familie in Ecuador blickt stolz auf ihren deutschen Vorfahren, den Naturforscher Theodor Wolf. 100 Jahre nach seinem Tod kommt ans Licht: Wolf hat seine Kinder in Ecuador in Deutschland nie erwähnt. Der weiße Fleck in der Familiengeschichte wirft Fragen auf und erschüttert die Identität der Nachfahren. Wolfs Ururenkel, der Filmemacher Darío Aguirre, begibt sich auf Spurensuche.
Was scheinbar als Hommage beginnt, entwickelt sich zu einer Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe und Erinnerung. Zwischen Deutschland und Ecuador entsteht allmählich ein neues Bild des Familienidols – und im Schatten davon das einer indigenen Ururgroßmutter, über die bis heute geschwiegen wird. Eine berührende Familiensaga über Stolz, Vergessen und die Geschichten, die uns zu dem machen, was wir zu sein glauben.

Wohin der Wind uns trägt

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Spielfilm, Tunesien/Frankreich 2025, 99 Min.

Regie: Amel Guellaty Buch: Amel Guellaty Kamera: Frida Marzouk Musik: Omar Aloulou Schnitt: Amel Guellaty, Ghalya Lacroix Fernsehsender/Produktion: Atlas Vision (Tunis)/Haut-les-Mains (Paris) Rechte in Deutschland: Kairos Filmverleih, EMail: kairosfilm@aol.com

Themen: Familie, Flucht/Exil, Fluchtursachen, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, Migration, Tradition/Moderne, Zukunft
Länder: Tunesien

Die furchtlose, quirlige Alyssa und der sensible Künstler Mehdi sind seit ihrer Kindheit beste Freunde. Beide fühlen sich in ihrem Leben am Stadtrand von Tunis eingeengt und teilen ihre Träume vom Aufbruch in ein neues Leben. Dann erfährt Alyssa von einem Künstlerwettbewerb in Djerba. Dieser verspricht dem Gewinner eine Karriere in Europa und sie nimmt den zurückhaltenden Mehdi mit auf einen wilden Trip quer durch Tunesien, bei dem sie unzählige Hindernisse überwinden müssen und der ihre Freundschaft auf die Probe stellt.
Erfrischend und voller charmanter Details erzählt Regisseurin Amel Guellaty in ihrem Debut von einer Generation zwischen Aufbruch und Ernüchterung, die sich nach dem Arabischen Frühling neu erfindet. Mit ihrem poetischen Roadmovie fügt sie sich in die Reihe starker weiblicher Stimmen des aufblühenden tunesischen Filmschaffens ein.

Auch für Schulklassen (FSK 12)!

Wenn Sie die Vorstellung mit Ihrer Schulklasse besuchen möchten, melden Sie sich bitte hier an.

YANUNI

Filmstill

Dokumentarfilm, Austria, Brazil, USA, Canada, Germany 2025, 112

Regie: Richard Ladkani Buch: - Kamera: Richard Ladkani Musik: H. Scott Salinas Ton: Gabriel Tchilian, Axel Schlögel Schnitt: Georg M. Fischer Fernsehsender/Produktion: Malaika Pictures GmbH Rechte in Deutschland: Malaika Pictures GmbH, EMail: office@malaikapictures.com

Themen: Bodenschätze, Frauen, Klima, Landgrabbing, Menschenrechte, Politik, Umwelt/ Naturschutz
Länder: Brasilien, Europa, Großbritannien, Österreich, USA

YANUNI erzählt die Geschichte von Juma Xipaia, einer indigenen Anführerin aus dem
Herzen des Amazonas, die aus dem Umweltaktivismus bis in die höchsten politischen
Kreise Brasiliens aufsteigt: ins weltweit erste Ministerium für Indigene Völker.
Während ihr Ehemann Hugo als Agent der brasilianischen Umweltbehörde illegale
Goldminen zerschlägt, navigiert Juma das Spannungsfeld zwischen Macht, Bedrohung und
Mutterschaft – und nimmt dafür große persönliche Risiken in Kauf.
Intim und episch zugleich, erzählt YANUNI in beeindruckenden Bildern eine packende
Geschichte über indigene Souveränität, Liebe und den dringenden Kampf um unseren
Planeten.

Yo vi tres luces negras/ I saw three black lights

Filmstill

Spielfilm, Kolumbien/Mexiko/Frankreich/Deutschland 2024, 87 Min.

Regie: Santiago Lozano Buch: Santiago Lozano, Santiago del Razo Kamera: Juan Velásquez Musik: Nídia Góngora Ton: José Miguel Enríquez Schnitt: Ana García A.M.E., Santiago Lozano Álvarez Fernsehsender/Produktion: Contravia Films, Autentika Films Rechte in Deutschland: Autentika Films, EMail: info@autentikafilms.com

Themen: Alter/Tod/Sterben, Arbeit, Armut, Bodenschätze, Drogen, Gerechtigkeit, Gewalt, Krieg/Bürgerkrieg/ Konflikt, Kriminalität, Kunst/Kultur/ kulturelle Identität, Menschenrechte, Rohstoffe, Tradition, Umwelt/Ökologie, Widerstand
Länder: Kolumbien

Der 70-jährige José de los Santos lebt in einem Dorf an der kolumbianischen Pazifikküste. Schon als Kind hat er die Kunst der rituellen Bestattung erlernt. Wie seine Vorfahren, die als afrikanische Sklaven hierher verschleppt wurden, begleitet er Sterbende und Tote auf ihrem Weg zur ewigen Ruhe. Eines Tages erscheint ihm der Geist seines Sohnes Pium-Pium, der vor Jahren brutal ermordet wurde, und kündigt José dessen bevorstehenden Tod an. Pium-Pium warnt ihn, dass er nicht in der Nähe seines Hauses sterben darf und dafür sorgen muss, um jeden Preis in Frieden in die andere Welt hinüberzugehen. Daraufhin tritt José seine letzte Reise an und begibt sich in den Dschungel, um dort einen Platz zum Sterben zu finden. Doch das Gebiet wird von bewaffneten Gruppen kontrolliert. Er muss dem Feuer ihrer Waffen und der Gewalt entgehen. 

Zu Gast: Gudula Meinzolt (Autentica Films)