Neuigkeiten

Die Bambusflößer von Bangladesch (2 Teile)

Der Film folgt dem vielfältigen Umgang mit Bambus in Bangladesch, über das Abschlage, das Flößen in die nächsten Städte, den Handel und dem Gebrauch als Baustoff der Armen. Mit Aufnahmen von Bangladeschs Bambuswäldern führt uns der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Shaheen Dill-Riaz in die raue Welt der Männer ein, die den Bambus aus dem Wald holen und für Großhändler über eine 300 Kilometer lange Flussstrecke Richtung Dhaka, der Landeshauptstadt, flößen. Mit Witz und Schmerz erzählen die Männer auf ihrer Floßreise, warum sie so an einer Arbeit hängen, die hart, schlecht bezahlt und gefährlich ist. (Langfassung: Bamboo Stories)

Bayer – die Fusion und die Folgen

Ein Jahr nach der Übernahme des amerikanischen Saatgutriesen Monsanto ist das eingetreten, was viele Skeptiker schon bei Abschluss des Geschäfts befürchtet hatten: das Negativimage von Monsanto hat massiv auf Bayer abgefärbt und die Leverkusener haben auch die juristischen Altlasten mit übernommen. Der Kurs der Bayer Aktie hat sich im letzten Jahr halbiert und auch im Unternehmen selbst machen sich die Folgen bemerkbar: rund 12.000 Arbeitsplätze sollen in den nächsten Jahren weltweit gestrichen werden, ein erheblicher Teil davon in Deutschland.
Der Film geht auf die Folgen der Fusion ein und zeigt neue Spuren möglicher von Glyphosat ausgehender Gesundheitsgefahren. Wie hat Monsanto in der Vergangenheit versucht, Politiker, Wissenschaftler und die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Haben die Amerikaner tatsächlich intern bekannte Gefahren öffentlich bestritten und herunter gespielt? Und distanziert sich Bayer wirklich von solchen Praktiken?

Die Hüterinnen der Farbe

Im Süden von Mexiko wird seit Jahrhunderten auf traditionelle und sehr arbeitsintensive Weise der Farbstoff Indigo aus der Indigopflanze gewonnen. Mit diesem Pigment färben die indigenen Frauen im Bergdorf Hueyápan ihre traditionelle Kleidung: den dunkelblauen Rock und ihre auf schwarzem Grund bunt bestickten Umhänge. Ihre Kleidung ist Ausdruck ihrer kulturellen Identität.
Doch nun steckt das Blaue Gold in der Krise, denn Klimawandel, mangelnder Regen und dadurch schwache Ernten bedrohen den weiteren Anbau und damit auch das überlieferte Wissen und Traditionen der Färberinnen in der Sierra Norte de Puebla. Doch die Frauen in Hueyápan geben nicht auf.

Amazoniens Fliegende Flüsse

Der Regenwald Amazoniens ist nicht nur die grüne Lunge der Erde weil er Kohlendioxid aus der Luft aufnimmt, es speichert und in Sauerstoff umwandelt, er ist auch ihre Klimaanlage: intakte Wälder saugen Regenwolken vom Atlantik an und verdunsten Wasser. Dadurch kühlen sie die Erde. Ohne Wald kein Wasser: Wenn immer mehr Wald verschwindet, kann dieses Phänomen der ‚Fliegenden Flüsse‘, das wie eine gigantische Wasserpumpe wirkt, nicht mehr funktionieren. WissenschaftlerInnen, Politiker und Umweltaktivisten erklären das fragile Gleichgewicht. Agroforstmethoden können helfen, den Wald zu bewahren und ihn nachhaltig zu bewirtschaften.

Plastikfreie Stadt – Die Suche nach einer machbaren Utopie

Plastik im Meer, Plastik im Körper, aber auch Plastik in der Stadt. Da, wo es nicht sein sollte. Doch was kann man dagegen tun? Dieser Frage wird nachgegangen und nach Lösungen gesucht, wie man plastikfrei leben kann und warum es vielleicht gar nicht so umständlich ist.

Mozambique, where the mango tree used to be

Der Film begleitet 48 Stunden im Leben von zwei Familien in einer ländlichen Regien Mosambiks, die unter den Auswirkungen des Klimawandels leidet. Er ermöglicht einen Einblick in das, was es bedeutet, unverhersehbaren Wetterextremen ausgesetzt zu sein und das am unteresten Ende der Weltwirtschaftspyramide. Jede der beiden Familien litt in den vergangenen Jahren besonders unter Dürre und Überflutungen, sie sprechen über ihre Notlage und ihre Versuche, einen Umgang damit zu finden. Sie fragen sich, wie sich ihr Leben verändert hat, was in Zukunft auf sie zukommen wird und wer dafür verantwortlich sein könnte.

Toxic Business

Internationale Chemiekonzerne verkaufen in Kenia giftige Agrarpestizide, die in Europa längst verboten sind. Denn viele ihrer Wirkstoffe sind krebserregend und stellen eine große Gefahr für Natur und Umwelt dar. In Entwicklungsländern wie Kenia werden die giftigen Chemikalien trotzdem ohne Kontrolle in den Regalen der Agrarshops verkauft. Die Kleinbauern glauben an die Industrieversprechen einer besseren Ernte. Der Griff zur Giftspritze ist an der Tagesordnung. Die Industrie versucht im Zeichen der Welternährung auf die Märkte zu drängen, im Gegenbild zeigen Statistiken und alternative Landwirtschaftsmethoden in Ostafrika, dass es nicht mehr Chemie und Hybridsaatgut braucht, um die Welt zu ernähren, sondern ein generelles Umdenken.

Galapagos, das fast verlorene Paradies

 

Der Film porträtiert das Leben der Bewohner der Galapagos-Inseln. Das idyllische Naturreservat steht gewaltigen Problemen gegenüber, die durch Massentourismus, Überfischung und die fehlende Nachhaltigkeit das Leben der Bevölkerung bedrohen. Fast alle auf der Insel verdienen ihr Geld mit dem Tourismus, immer mehr Boote bringen immer mehr Menschen in den Nationalpark. Unter anderem kommen WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Touristenführer und Taxifahrer zu Wort und berichten von Erfahrungen und Eindrücken eines sich wandelnden Lebens.

Zu weit weg

Da sein Heimatdorf dem Braunkohletagebau weichen soll, müssen der zwölfjährige Ben und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Sportverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stiehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?
„Zu weit weg“ erzählt die Geschichte der grenzüberschreitenden Kraft von Freundschaft, in der es aber auch um Heimatverlust, Zuwanderung und Integration geht.

In Vitro

In Vitro spielt nach einer Naturkatastrophe. Ein verlassener Kernreaktor unter der biblischen Stadt Bethlehem wurde in eine riesige Obstplantage umgewandelt. Mit alten Samen aus der Zeit vor der Apokalypse, bereitet eine Gruppe von WissenschaftlerInnen die Wiederbepflanzung der des oberirdischen Bodens vor. Im Krankenhausflügel der unterirdischen Anlage liegt die Gründerin der Obstplantage, die 70jährige Dunia, auf ihrem Sterbebett, als die 30jährige Alia sie besuchen kommt. Alia ist im Rahmen eines umfassenden Klon-Programms unterirdisch geboren und hat die Stadt, die sie wiederaufzubauen bestimmt ist, nie gesehen.