Strangers

Durch die Begegnung von vier Menschen, die sich im wirklichen Leben nie begegnet wären, entsteht ein intime Portrait der indischen Gesellschaft in turbulenten Zeiten. Der Muslim Jiaul kämpft für gegenseitigen Respekt und Gleichheit religiöser Minderheiten, während sich Ram, Mitglieder der höchsten Hindu-Kaste, der dennoch in Armut lebt, für den Erhalt traditioneller Hindu-Werte einsetzt.
Der obdachlose Drogendealer Manoj findet in seinem Liebeskummer Ablenkung von seinem täglichen Kampf ums Überleben, während sich die Studentin Tashi mit ihrer Rolle als Frau in der indischen Gesellschaft auseinandersetzt. Die plötzliche Geldentwertung versetzt das ganze Land in den Ausnahmezustand. Welcher Glaube regelt das tägliche Leben? Welche sozialen Kennzeichen entscheiden, wessen Stimme gehört wird? Wie begegnen sich Menschen, deren Wege sich unter normalen Umständen nie gekreuzt hätten in einem cinematographischen Raum, in dem so viele Zeichen ihrer gesellschaftlichen Zugehörigkeit wie möglich beseitigt wurden?