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Barfuß ohne Sattel – Die kleinen Reiter von Sumbawa

Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Dort gibt es eine Jahrhunderte alten Tradition: die der Pferderennen. Das Besondere dabei ist, dass die Jockeys Kinder sind, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens und für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey arbeiten zu lassen, denn sie verdienen gut. Aber die Rennen sind gefährlich.

Überleben auf Samos

Auf der Insel Samos ist Platz für 700 fliehende Menschen. Doch über 5.000 hängen dort fest. Manchmal bis zu zwei Jahre. Unter ihnen sind etwa 1.000 Kinder. Doch die Regierung hat das Lager nicht vergrößert. Eine von ihnen ist die zehnjährige Soraya aus Afghanistan. Sie träumt davon, in die Schule zu gehen. Noch kann sie weder lesen noch schreiben.

Kinder in Moria

Seit dem Sommer 2019 flüchten wieder sehr viele Menschen über die griechische Insel Lesbos nach Europa. Es sind mehr und mehr Kinder – im Lager Moria auf Lesbos immerhin 42 Prozent. Einem kleinen Team von WDRforyou ist es gelungen, in einem abgesperrten Bereich des Lagers zu filmen, der für 2.300 Menschen Platz bietet, aber von 13.000 Menschen bewohnt wird.

Joy in Iran

Der Film dokumentiert die Reise der KünstlerInnen Susie Wimmer, Andreas Schock und Moni Single von „Clowns ohne Grenzen“ zu iranischen Hilfseinrichtungen – Heime für Waisen- und Straßenkinder, Krankenhäuser, psychiatrische Kliniken und Flüchtlingscamps.
Dabei geht es nicht nur um intensive menschliche Begegnungen, sondern auch die unglaubliche und wahre Geschichte des iranischen Tourguides Reza Abedini. Während der Reise wird der smarte junge Mann aus Teheran vom „Clowns-Virus“ infiziert und steht am Ende vor seinen eigenen Landsleuten auf der Bühne. „Joy in Iran“ ist eine filmische Reflektion über Nächstenliebe und die heilsame Kraft von Humor und geteilter Freude – im Iran und anderswo auf der Welt. Gleichzeitig zeichnet der Film das einfühlsame Portrait eines Landes, das gerade wieder einmal im Fokus der weltweiten Berichterstattung steht.

kawule

„kawule“ ist ein Ausdruck in Mòoré, einer der vielen Sprachen Burkina Fasos, und bedeutet so viel wie Adlerschwingen. Der Kurzfilm wurde von Autorin und Dramaturgin Jeannette Mohr während zwei residencies in Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika in Burkina Faso in Zusammenarbeit mit zehn Kindern des Operndorfes entwickelt und realisiert. Bilder und Töne sind assoziativ verbunden und von den Erfahrungen der Kinder im Operndorf inspiriert. Es geht um den Alltag der Kinder, ihre Wahrnehmungen, Ängste und Träume. Der Wind ist allgegenwärtig. Am Morgen gehen die Kinder zur Schule, ein Mädchen schläft noch und verfolgt die Geräusche, die es beim Aufwachen hört. Mittags wird in der Kantine gegessen vor der ein Wüstendattelbaum steht aus dessen bittersüßen Früchten die Kinder kleine Pfeifen schnitzen. Die Kinder spielen bis am Nachmittag die Hitze fast unerträglich wird und man an den Tod denkt, der allgegenwärtig ist. Nichts mehr scheint sich zu bewegen. Doch da ist der Wind und es geht weiter und die Kinder gehen nach Hause und schlafen wieder und träumen von ihrem Tag, dem Wind und, vielleicht, von Adlerschwingen.

Zu weit weg

Da sein Heimatdorf dem Braunkohletagebau weichen soll, müssen der zwölfjährige Ben und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Sportverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stiehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?
„Zu weit weg“ erzählt die Geschichte der grenzüberschreitenden Kraft von Freundschaft, in der es aber auch um Heimatverlust, Zuwanderung und Integration geht.

Kabul, City in the Wind

Furchtlos und immer auf der Suche nach Passagieren steuert Abas seinen klapprigen Bus durch das Chaos von Kabul, das immer noch regelmäßig Ziel von Terroranschlägen ist. Anderswo in der düsteren Stadt, die permanent in eine Staubwolke gehüllt zu sein scheint, begleiten Afshin und sein kleiner Bruder Benjamin ihren Vater, einen ehemaligen Soldaten, zu einem Denkmal mit Porträts von Bombenopfern. Als ihr Vater aus Gründen der persönlichen Sicherheit in den Iran abreist, wird Afshin plötzlich Haushaltsvorstand.

Kai the Vendor

Nachdem der elfjährige Kai mit seiner alleinstehenden Mutter in ein anderes Armenviertel der ugandischen Hauptstadt Kampala gezogen ist, versucht er, sein Schulgeld durch den Verkauf kleiner Snacks zu verdienen. Doch immer wieder trifft er auf Leute, die ihn in Schwierigkeiten bringen und sein Ziel, auf ehrliche Weise Geld zu verdienen, in Frage stellen. Der Film zeigt, wie schwierig es für Kai ist, in die Schule zu gehen und macht an den vielen Herausforderungen, denen Kai ausgesetzt ist, deutlich, welche Anstrengungen es erfordert, ein Leben in Würde zu führen.

Zona Norte

2001 hat Regisseurin Monika Treut die Menschenrechtlerin Yvonne Bezerra de Mello porträtiert, die sich um Straßenkinder in Rio kümmert. Nach 15 Jahren fragt sie, was aus den Kindern von damals geworden ist und wie es um das Projekt steht. 15 Jahre nach ihrem Film „Kriegerin des Lichts“ hat sich vieles verändert, vor allem die Stadt Rio ist nicht mehr wiederzuerkennen. Die Fußball-WM 2014 und die Vorbereitungen auf die Olympischen Sommerspiele 2016 haben ihre Spuren hinterlassen. Der den Mega-Sportereignissen geschuldete, extreme Militäreinsatz gegen die Bewohner der Favelas hat bürgerkriegsähnliche Zustände provoziert. Fast täglich eskaliert die Gewalt. Der damals 13-jährige Tiago hatte als Sechsjähriger das Candelaria-Massaker überlebt, bei dem acht Straßenkinder brutal von der Polizei ermordet wurden. Der HIV-positive Junge trug als Schuhputzer zum Unterhalt seiner zehnköpfigen Familie bei und träumte davon, Automechaniker zu werden. Vanessa, ein begabtes, lernbegieriges Mädchen, sehnte sich nach einem Leben ohne Leid und hoffte, später Anthropologin zu werden. Die Schwestern Pamela, Joice und Gessica erfuhren nur in Yvonne Bezerra de Mellos sicherem Haus, dass das Leben nicht nur aus Gewalt, Drogen und Vernachlässigung besteht. Die Kinder von damals sind heute junge Erwachsene. Sie sind Beweis dafür, dass eine alternative Pädagogik langfristig den Teufelskreis von Armut und Gewalt zu durchbrechen vermag. Aus der langjährigen Arbeit hat Yvonne Bezerra de Mello mittlerweile eine neue Pädagogik entwickelt, die durch Gewalt und Krieg traumatisierten Kindern weltweit helfen kann, ihre Erfahrungen und die daraus resultierenden Lernprobleme zu überwinden.

Nordstadtkinder – Stefan

Stefan ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und vier Geschwistern in einer Einzimmerwohnung in der Dortmunder Nordstadt. Sie sind Roma aus Rumänien. Stefan muss sich täglich großen Herausforderungen stellen: Die Enge der Wohnung, der ständige Geldmangel, das Gefühl, als ältester Sohn den Vater ersetzen zu müssen, der seit drei Jahren im Gefängnis sitzt. Und nicht zuletzt die Anstrengung, die deutsche Sprache zu erlernen. Doch Stefan ist ehrgeizig, kämpft beharrlich und stellt sich auf die fremde Sprache und die Werte ein, die ihm auch seine Mutter Lucia vermittelt. Über allem thront der abwesende und doch allzeit präsente Vater. Ein intimer Einblick in den Alltag der Familie.