Neuigkeiten

The last bleat الثغاء الأخير

Asho and Sahab versuchen, den letzten Bus zu erreichen, der sie aus ihrem umkämpften syrischen Heimatdorf bringen kann. Auf dem Weg jedoch zwingen verschiedene Umstände Asho, eine schwere Entscheidung zu treffen.

Zu weit weg

Da sein Heimatdorf dem Braunkohletagebau weichen soll, müssen der zwölfjährige Ben und seine Familie in die nächstgrößere Stadt umziehen. In der neuen Schule ist er erst mal der Außenseiter. Und auch im neuen Sportverein laufen die Dinge für den talentierten Stürmer nicht wie erhofft. Zu allem Überfluss gibt es noch einen weiteren Neuankömmling an der Schule: Tariq (11), Flüchtling aus Syrien, der ihm nicht nur in der Klasse die Show stiehlt, sondern auch noch auf dem Fußballplatz punktet. Wird Ben im Abseits bleiben – oder hat sein Konkurrent doch mehr mit ihm gemeinsam als er denkt?
„Zu weit weg“ erzählt die Geschichte der grenzüberschreitenden Kraft von Freundschaft, in der es aber auch um Heimatverlust, Zuwanderung und Integration geht.

Le ciel, la terre et l’homme

Der Film nähert sich der marokkanischen Wüste und erzählt von den dort lebenden Menschen. Es entsteht ein Raum der Begegnungen mit Ahmed, Yussef, Lahcen und Idir und ihren Geschichten von Stadt und Land, ihrem Alltag, ihren Sehnsüchte und ihrem Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit.

Saudade

Eine alte brasilianische Sage besagt, dass “Saudade” von den afrikanischen Göttern erfunden wurde, damit die versklavten Menschen nicht vergessen, woher sie kommen und wer sie sind. Durch die schwere Krankheit ihres Vaters erforscht die afro-brasilianische Regisseurin Denize Galiao ihre tiefsten Gefühle für ihre Herkunft und Wurzeln, welche sie nach über 20 Jahren in Deutschland nicht verlieren will. Das Wort Saudade, welches in anderen Sprachen keine genaue Übersetzung findet, ist der rote Faden einer Familiengeschichte, die zwischen zwei Kulturen lebt.

Fortschritt im Tal der Ahnunglosen

30 Jahre nach dem Mauerfall wird in dem ehemals volkseigenen Betrieb „Fortschritt“ das Erbe der Deutschen Demokratischen Republik neu verhandelt. Wo früher Mähdrescher hergestellt wurden, wohnen jetzt Asylbewerber, die sich mit wöchentlichen, rassistischen Demonstrationen in Ostdeutschland konfrontiert sehen. Die syrischen Asylbewerber bekommen von ehemaligen Werksarbeitern Hilfe bei ihrem Deutsch-Orientierungskurs. Was mit einer humorvoll inszenierten Deutschklasse in der „Fortschritt“-Ruine beginnt, endet mit Schulstunden in Staatsbürgerkunde und einem GST-Militärlager. Getrieben von der persönlichen Befangenheit des Regisseurs, der in das Ende der DDR hineingeboren wurde, werden die Re-enactments dekonstruiert und die gesellschaftlichen Prägungen des DDR-Alltags sichtbar.

Archivmaterial knüpft das sozialistische Band der Freundschaft zwischen Syrien und der DDR neu, das die Staaten in den Achtzigerjahren miteinander verband. Der ortsansässige Heimatchor kommentiert in DDR- Liedern Anspruch und Wirklichkeit des ersten, deutschen Arbeiter- und Bauernstaates. Dabei steht alles und jeder für mehr als nur sich selbst. Die „Fortschritt“- Ruine wird zum Symbol einer verlorenen Heimat, das die Grenzen zwischen der DDR und Syrien, zwischen damals und heute verschwimmen lässt. Der Versuch einer Annäherung, eine sozialistische Utopie.

Where we used to swim

Der Urmia-See im Norden des Iran war einst der größte See des mittleren Ostens. Heute sind nur noch 5% seiner ursprünglichen Fläche übrig geblieben. Der Rest ist ausgetrocknet und versalzen. Der See und seine Dürre wurden zu einem Politikum.
Der filmische Essay beobachtet die Orte der Vergangenheit und Gegenwart und webt aus Fragmenten der Gegenwart und der Erinnerung eine Geschichte.

The Absence of Apricots

Ein entlegenes Bergdorf im Norden Pakistans, umgeben von einem türkis-blauen See inmitten von schroffen Felswänden. Eines Tages wurde ein Fluss durch einen Erdrutsch blockiert. In wenigen Monaten staute sich das Wasser zu einem 30 km langen See. Unzählige Häuser und Felder wurden überflutet, Dörfer zerstört und Menschen vertrieben. Die Erinnerung an diese schwere Zeit wird noch heute von Generation zu Generation weiter gegeben.

Ali und der Gartenzwerg – Multikulti im Schrebergarten (Mein Land, Dein Land)

160 Kleingärtner aus mehr als 15 Nationen leben hier Zaun an Zaun. Nicht immer ganz geräuschlos und auch nicht immer ohne Streit. Die ausländischen Kleingärtner kommen aus Italien, Spanien, Portugal, Russland, Polen, Indien und Syrien. Die Türken sind jedoch die stärkste Gruppe. Die Unterschiede zwischen den Kulturen sind groß, die deutschen Regeln werden nicht immer eingehalten. Viele Türken nutzen das Grundstück fast ausschließlich für den Gemüseanbau und die Terrassen vor den Lauben sind meistens viel zu groß. Doch trotz aller Probleme funktioniert das Zusammenleben gut. In Frankfurt wurde die Kleingartenanlage Eckenheim für ihre vorbildliche Integration von Migranten ausgezeichnet. 500 Menschen aus über 20 Nationen teilen sich die Parzellen. Alljährlich feiern sie gemeinsam ein Sommerfest, das mit kulinarischen Köstlichkeiten aus allen Weltregionen bestückt ist.

Ab 18!- Coming Home

Eine Berliner Szene-Künstlerin soll Prinzessin werden. Die 26-jährige Nigerianerin Isis Salam feiert die Nächte durch und lebt in den Tag hinein. Bis eines Morgens das Telefon klingelt. Mit schnellen Montagen und in verfremdet-traumhaften Momenten zeigen die Regisseurinnen eine Selbstfindung. Isis Salam ist in Lagos geboren, in Toronto aufgewachsen und lebt seit 2006 in Berlin. In einem Anruf bittet ihre Mutter sie, nach Lagos zu kommen. Dort soll Isis‘ Vater, zu dem sie längst jeden Kontakt abgebrochen hat, zum König und sie zur Prinzessin der Yoruba gekrönt werden. Isis Salam kehrt erstmals seit Jahrzehnten wieder nach Nigeria, ihre ebenso ferne wie fremde Heimat, zurück. Dabei gerät das Bild der starken, selbstbewussten und extrovertierten Frau, das Isis Salam gerne von sich vermittelt, ins Wanken und ihre fragilere emotionale Seite tritt zu Tage. Die Frage nach der eigenen Identität, die für Isis in ihrer Kunst immer schon eine Entscheidende war, gewinnt im wirklichen Leben eine andere Bedeutung und Dringlichkeit. Zu extrem sind die Kontraste zwischen Berlin und Lagos, zwischen ihren inneren Empfindungen und dem, was sie als angehende Prinzessin nach außen zu repräsentieren hat. Der Druck auf sie steigt.