Neuigkeiten

Die Bambusflößer von Bangladesch (2 Teile)

Der Film folgt dem vielfältigen Umgang mit Bambus in Bangladesch, über das Abschlage, das Flößen in die nächsten Städte, den Handel und dem Gebrauch als Baustoff der Armen. Mit Aufnahmen von Bangladeschs Bambuswäldern führt uns der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Shaheen Dill-Riaz in die raue Welt der Männer ein, die den Bambus aus dem Wald holen und für Großhändler über eine 300 Kilometer lange Flussstrecke Richtung Dhaka, der Landeshauptstadt, flößen. Mit Witz und Schmerz erzählen die Männer auf ihrer Floßreise, warum sie so an einer Arbeit hängen, die hart, schlecht bezahlt und gefährlich ist. (Langfassung: Bamboo Stories)

Strangers

Durch die Begegnung von vier Menschen, die sich im wirklichen Leben nie begegnet wären, entsteht ein intime Portrait der indischen Gesellschaft in turbulenten Zeiten. Der Muslim Jiaul kämpft für gegenseitigen Respekt und Gleichheit religiöser Minderheiten, während sich Ram, Mitglieder der höchsten Hindu-Kaste, der dennoch in Armut lebt, für den Erhalt traditioneller Hindu-Werte einsetzt.
Der obdachlose Drogendealer Manoj findet in seinem Liebeskummer Ablenkung von seinem täglichen Kampf ums Überleben, während sich die Studentin Tashi mit ihrer Rolle als Frau in der indischen Gesellschaft auseinandersetzt. Die plötzliche Geldentwertung versetzt das ganze Land in den Ausnahmezustand. Welcher Glaube regelt das tägliche Leben? Welche sozialen Kennzeichen entscheiden, wessen Stimme gehört wird? Wie begegnen sich Menschen, deren Wege sich unter normalen Umständen nie gekreuzt hätten in einem cinematographischen Raum, in dem so viele Zeichen ihrer gesellschaftlichen Zugehörigkeit wie möglich beseitigt wurden?

Chinese Dream

In der siebenteiligen Webserie steht die afrikanische Gemeinschaft im chinesischen Guangzhou im Mittelpunkt. Zum ersten Mal in der Geschichte wird China zu einem Immigrationsziel. Obwohl die Volksrepublik China durch Minderheiten keine homogene Gesellschaft darstellt, ist ein Einwanderungsprozess aus dem Ausland überraschend und neu. Aktuell wohnen bereits mehr als 300.000 AfrikanerInnen dauerhaft in China.

Die ProtagonistInnen der Webserie „Chinese Dream“ sind Chinesen, die im täglichen Kontakt mit der in China lebenden afrikanischen Gemeinde stehen. Sie kommen aus verschiedenen sozialen Schichten und Berufen und stellen einen Querschnitt durch die chinesische Gesellschaft dar.
Wie lernt China, als nicht Integrationsland, mit AusländerInnen umzugehen? Was sind die Tendenzen und die Perspektiven für die Zukunft?

Bleibt wo ihr seid

Fluchtursachen bekämpfen: kaum eine Devise ist zurzeit so oft in der politischen Debatte zu hören wie diese. Mouhamed Mbaye hat da einen ganz eigenen Weg gefunden. Der Senegalese, der seit ein paar Jahren in Berlin lebt, importiert nachhaltigen Fisch aus seinem Heimatland- und schafft damit Arbeitsplätze. „Wer seinen Lebensunterhalt verdienen kann, muss sein Land nicht verlassen“ sagt der Fischhändler aus Westafrika.
‚Bleibt wo ihr seid‘, das ist Mouhameds Aufruf an die Jugend im Senegal, aber das funktioniert nur, wenn es dort Perspektiven für junge Menschen gibt. Dazu will er einen Beitrag leisten.

Bewegungen eines nahen Berges

Ein aufgelassenes Industriegelände unweit einer jahrhundertealten Erzmine in den steirischen Alpen. Hier führt ein selbstgelernter Mechaniker einen Handel mit gebrauchten Autos und Ersatzteile zwischen Österreich und seiner alten Heimat Nigeria. Während er für sich allein und mit wundersamer Gelassenheit sein Tagwerk verrichtet, beginnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu überlagern. Ein mysteriöses Versprechen ewiger Ressourcen trifft auf Erinnerungen an eine verloren geglaubte Freundschaft.

Mozambique, where the mango tree used to be

Der Film begleitet 48 Stunden im Leben von zwei Familien in einer ländlichen Regien Mosambiks, die unter den Auswirkungen des Klimawandels leidet. Er ermöglicht einen Einblick in das, was es bedeutet, unverhersehbaren Wetterextremen ausgesetzt zu sein und das am unteresten Ende der Weltwirtschaftspyramide. Jede der beiden Familien litt in den vergangenen Jahren besonders unter Dürre und Überflutungen, sie sprechen über ihre Notlage und ihre Versuche, einen Umgang damit zu finden. Sie fragen sich, wie sich ihr Leben verändert hat, was in Zukunft auf sie zukommen wird und wer dafür verantwortlich sein könnte.

Auf der Suche nach dem fairem Gold

Mit bloßen Hämmern schlagen sie Brocken aus dem Gestein. Schwitzwasser tropft an den Höhlenwänden ab, es ist dunkel, stickig, unheimlich. Jeder kennt die Geschichten von toten Kumpeln. Die beim Abstieg in den Schacht auf den rohen Stammbalken abgerutscht sind, die Untertage von Wassereinbrüchen überrascht wurden. Jährlich werden weltweit schätzungsweise 727t Quecksilber durch Goldabbau in informellen Minen freigesetzt, was die Goldproduktion zu dem größten Quecksilberumweltsünder macht. Das Gift gelangt in die Böden, in das Grundwasser und in die Pflanzenwelt. Es findet sich im Blut der Tiere, Arbeiter und Menschen, die in den Minenregionen leben. Die Frauen stillen ihre Kinder direkt an ihren Arbeitsplätzen, an denen sie ohne Schutzausrüstung mit der giftigen Chemikalie hantieren. Und alles für das schillernde Symbol des Reichtums: Gold. Die Reportage begleitet den renomierten Hamburger Goldschmied Jan Spille, der sich seit vielen Jahren für fairen und ökologischen Goldabbau einsetzt. Die Kamera begleitet ihn, wie er die ersten Fairtrade zertifizieten Minen in Kenia und Uganda und den konventionellen Bergbau besucht.

DIVINE 419

Kwame ist ein ergeiziger junger Straßenhändler, lebt seit dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel, aber die Beziehung zwischen den beiden ist angespannt. Kwame träumt davon, Schauspieler zu werden, seiner schlechten finanziellen Situation zu entkommen und sich von seinem Onkel zu lösen. Auch sein bester Freund Joshua träumt von einem besseren Leben. Als sie alles verlieren, scheint der einzige Ausweg das Wort Gottes zu sein …

No Gold for Kalsaka

Die Menschen von Kalsaka, einem kleinen Dorf in Burkina Faso, kämpfen gegen das Unrecht und den großen Schaden an, den sie durch eine internationale Firma erfahren haben. Diese beutete nicht nur ihre natürlichen Goldressourcen aus, sondern zerstörte dadurch auch die Existenzgrundlage der Dorfbewohner.

Bamboo Stories

Der Film begleitet die vierwöchige Flussreise über 300 Kilometer mit 24.000 Bambusstämmen in die Hauptstadt von Bangladeschs und porträtiert Arbeit und Leben der fünf Flößer sowie weiterer Männer, deren Existenz vom Bambushandel abhängt. Vom Floß aus werden die Veränderungen in Richtung der Städte sichtbar. Der Antagonismus zwischen der schlechtbezahlten Arbeit der Bambusfäller und der Industrialisierung wird deutlich. Zwischen Tradition und Moderne erhalten sie ihren Platz in einer sich rasant verändernden Welt.