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#Female Pleasure

„#Female Pleasure“ ist ein Plädoyer für die Befreiung der weiblichen Sexualität im 21. Jahrhundert. Jahrtausendealte, patriarchale Strukturen werden ebenso in Frage gestellt wie die alltäglich gewordene Pornokultur. Der Film begleitet fünf ausserordentliche Frauen aus den fünf Weltreligionen rund um den Globus: Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihr Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt. Er offenbart universelle Zusammenhänge und zeigt ihren erfolgreichen Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und ein gleichberechtigtes, lustvolles Miteinander der Geschlechter. Bewegend, intim und zu jedem Zeitpunkt positiv vorwärtsgewandt schildert „#Female Pleasure“ die Lebenswelten von Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihrem Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt.

Zocken mit Zöllen

Strafzölle gegen China und Deutschland. Fast täglich stellt US-Präsident Trump vermeintlich gültige Regeln des Freihandels auf den Kopf. . ZDFzoom fragt: Was macht Trumps Handelskrieg mit uns?
‚America first‘ – das klingt für Unternehmer Sönke Winterhager aus dem sächsischen Freital absurd. Seine Stahlgruppe Boschgotthardshütte produziert jährlich rund 200.000 Tonnen Edelstahl. Jede zehnte Tonne geht in die USA. Doch seit dem Frühjahr 2018 wird das mit 25% Einfuhrzoll bestraft. Da die USA auf den hochwertigen „Sachsen-Stahl“ nicht verzichten können, bezahlen die meisten Kunden diesen Zoll. ZDFzoom-Autor Kersten Schüßler reist dorthin, wo der sächsische Stahl gebraucht wird – in den „Rost-Gürtel“ der USA, Trumps Stammland. Hier hat Monteur Scott F. Chittohk fest daran geglaubt, dass Trumps Zölle etwas an den manchmal so brutalen Gesetzen des Freihandels ändern können, doch gehen immer mehr Arbeitsplätze verloren.
Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum sieht in Trumps Politik eine radikale Abkehr von den Prinzipien des Freihandels. Der aber sei nie ganz von Einschränkungen frei gewesen. Wie die USA handelten auch Europa und damit Deutschland häufig nach den eigenen Interessen. So durfte sich zum Beispiel Ghana lange vor Billig-Importen aus dem mächtigen Europa schützen. Dann aber forderten die EU und damit Deutschland, Ghana müsse seine Zölle fallen lassen, wenn es weiterhin Kakao in die EU exportieren wolle. Der ghanaische Handelsexperte Kwabena Otoo sieht darin in Anlehnung an US-Präsident Trump eine Europa-First!-Politik mit eindeutigen Interessen.

Bayer – die Fusion und die Folgen

Ein Jahr nach der Übernahme des amerikanischen Saatgutriesen Monsanto ist das eingetreten, was viele Skeptiker schon bei Abschluss des Geschäfts befürchtet hatten: das Negativimage von Monsanto hat massiv auf Bayer abgefärbt und die Leverkusener haben auch die juristischen Altlasten mit übernommen. Der Kurs der Bayer Aktie hat sich im letzten Jahr halbiert und auch im Unternehmen selbst machen sich die Folgen bemerkbar: rund 12.000 Arbeitsplätze sollen in den nächsten Jahren weltweit gestrichen werden, ein erheblicher Teil davon in Deutschland.
Der Film geht auf die Folgen der Fusion ein und zeigt neue Spuren möglicher von Glyphosat ausgehender Gesundheitsgefahren. Wie hat Monsanto in der Vergangenheit versucht, Politiker, Wissenschaftler und die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Haben die Amerikaner tatsächlich intern bekannte Gefahren öffentlich bestritten und herunter gespielt? Und distanziert sich Bayer wirklich von solchen Praktiken?

Atomwaffenkartell

Ausgerechnet zum 70. Jahrestag der Gründung der NATO stehen wichtige Abrüstungsverträge vor dem Aus: Der INF-Vertrag zum Verbot nuklearer Mittelstreckenraketen und der NEW START-Vertrag zur Begrenzung der Zahl strategischer Atomwaffen. Beides sind Grundpfeiler der atomaren Rüstungskontrolle. Nun droht ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf. In den USA, in Russland und in Europa sucht der Film nach den Hintergründen und Hintermännern dieses Rückfalls in die Denkweisen und Strategien des längst überwunden geglaubten kalten Krieges. Sie sprechen mit den Vordenkern einer neuen atomaren Abschreckungslogik, analysieren das Netzwerk von Denkfabriken und Unternehmen, die sich ein Milliardengeschäft erhoffen.

1979: Urknall der Gegenwart

Das Jahr 1979 steht für eine Zeitenwende in Politik, Wirtschaft und Religion, die unser Leben bis heute prägt. Es ist der Beginn einer neuen Epoche: der Gegenwart. Die Regisseure Dirk van den Berg und Pascal Verroust blicken in ihrem Film zurück auf eines der ereignisreichsten Jahre des 20. Jahrhunderts und auf dessen wichtigste Protagonisten: Margaret Thatcher wird Premierministerin in Großbritannien, der chinesische Parteiführer Deng Xiaoping reist in die USA, Papst Johannes Paul II. besucht seine polnische Heimat und Ajatollah Chomeini kehrt aus dem französischen Exil zurück in den Iran.

Free Lunch Society – Komm Komm Grundeinkommen

Globalisierung, Automatisierung, Donald Trump. Die Mittelschicht zerbricht. Man spricht zwar über die Ursachen, aber nicht über Lösungen. Zeit für ein komplettes Umdenken: Das bedingungslose Grundeinkommen bedeutet Geld für alle als Menschenrecht ohne Gegenleistung. Visionäres Reformprojekt, neoliberale Axt an den Wurzeln des Sozialstaates oder sozialromantische linke Utopie? Je nach Art und Umfang zeigt das Grundeinkommen sehr verschiedene ideologische Gesichter: Inaktivität als süßes Gift, das die Menschen zur Faulheit verführt, oder Freiheit von materiellen Zwängen als Chance, für sich selbst und für die Gemeinschaft. Brauchen wir tatsächlich die Peitsche der Existenzangst, um nicht träge vor dem Fernseher zu verkommen? Oder gibt nicht deshalb die Erwerbsarbeit unserem Leben Sinn und sozialen Halt, weil wir es seit Jahrhunderten nicht anders kennen? Unbestritten ist das Grundeinkommen eine kraftvolle Idee: Land, Wasser und Luft sind Geschenke der Natur. Sie unterscheiden sich von Privatbesitz, den einzelne Menschen erwirtschaften. Wenn wir aber Reichtum aus der Natur, aus den Gemeinressourcen schöpfen, gehört dieser Reichtum in gleichem Maße uns allen. Von Alaskas Ölfeldern über die kanadische Prärie, zu Washingtons Denkfabriken und zur namibischen Steppe zeigt der Film, was das führerlose Auto mit den Ideen eines deutschen Milliardärs und einer Schweizer Volksinitiative zu tun hat.

Drogen kann man nicht erschießen

Nachdem der damalige US-Präsident Richard Nixon 1971 den Drogenmissbrauch als Staatsfeind Nummer eins erklärte, begann ein weltweiter Krieg gegen die Drogen. Der Krieg wurde dort geführt, wo die Rohstoffe wachsen, in Lateinamerika zum Beispiel, und nicht dort, wo das Drogenproblem besteht, hauptsächlich in Europa und den USA. Doch Drogen sind erhältlich wie eh und je, und billiger als je zuvor. In den Transitländern des Drogenschmuggels und auf den großen Märkten in den USA und Brasilien gibt es die meisten Tötungsdelikte. 47 der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegen dort. Die Länder in Lateinamerika sind es leid, den Preis für ein Problem zu bezahlen, das nicht ihres ist. Deshalb hat die UN-Generalversammlung ab dem 19.04.2016 eine Sondersitzung zum weltweiten Drogenproblem in New York einberufen. In Deutschland und Frankreich mehren sich die Stimmen, die die vorwiegend repressive Politik in Frage stellen. Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss, Mitglied der Weltkommission für Drogenpolitik, der auch der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan angehört, sagt, erklärtes Ziel sei, den Schwarzmarkt nicht nur einzudämmen, sondern auszutrocknen. Der Film zeigt die neuen Wege aus dem Drogenkrieg und wurde in zehn Ländern gedreht: Großbritannien, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, USA, Kolumbien, Bolivien und Mexiko.

Abgefackelt

Ein kleines Fischerdorf im Nigerdelta gewinnt gegen den Erdölkonzern Shell. Shell muss dem Dorf umgerechnet 80 Millionen Euro Schadenersatz für Umweltschäden, die die Erdölförderung verursacht hat, zahlen. Das Urteil, gefällt im Januar 2015 in London, ist ein Erfolg für die nigerianischen Bauern gegen den Ölmulti. Jetzt drohen weitere Verurteilungen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Die Ölförderung in Ländern wie Nigeria hat nicht nur katastrophale Folgen für die Menschen vor Ort, sondern auch für das Weltklima. Ein Skandal, der von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet bleibt. Mit der Erdölproduktion werden gleichzeitig riesige Mengen Erdgas an die Oberfläche befördert. Aber anstatt das Begleitgas zu nutzen, verbrennen Ölförderkonzerne den wertvollen Rohstoff. Durch das Abfackeln von Begleitgas verpufft jährlich ein Drittel des gesamten europäischen Erdgasbedarfes. Dabei entstehen 400 Millionen Tonnen Treibhausgase – das entspricht dem CO2-Ausstoss aller Autos in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Deshalb ist das Abfackeln in Europa verboten. Doch außerhalb Europas halten sich die Ölmultis nicht an das Verbot. In Nigeria leiden die Menschen besonders stark unter den gesundheitlichen Folgen des Gasabfackelns. Die Ernten sind durch Schwermetalle und sauren Regen verseucht. Erst wenn die europäischen Konzerne für ihre Umweltvergehen nach europäischem Recht in ihren Heimatländern zur Rechenschaft gezogen werden, könnte das Abfackeln ein Ende haben.

Wohlstand für alle – Was bringen Freihandelsabkommen?

Das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA, kurz TTIP, soll, so die Befürworter aus Wirtschaft und Politik, viele neue Jobs und mehr Wohlstand in die Haushalte bringen. Die Gegner jedoch befürchten den Abbau von Verbraucher- und Sozialstandards. Wer hat Recht im Kampf um die Deutungs- und Meinungshoheit? Um sich ein Bild über Chancen und Risiken zu machen, stellt der Film beispielhaft das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA zwischen Nordamerika, Kanada und Mexiko, das vor allem Mexiko mehr Wohlstand versprach, vor. Er schaut sich bei mexikanischen Bauern und amerikanischen Arbeitnehmern um, fragt aber auch bei deutschen Mittelständlern, die auf TTIP setzen, nach. Im Film kommen außerdem Experten wie die us-amerikanische Handelsexpertin Lori Wallach und Max Otte zu Wort. „Freihandel ist gut, wenn er die Bürgerrechte und unsere soziale Marktwirtschaft schützt. Freihandel ist ein Desaster, wenn er dem Raubtierkapitalismus die Tür öffnet“, sagt der Wirtschaftsprofessor, der sich mit fast allen wichtigen Freihandelsabkommen der letzten Jahrzehnte beschäftigt hat.

Goldkinder – Konflikt um Mineralien

Das Luxusprodukt Gold wird oft unter gefährlichen Bedingungen in einsturzgefährdeten Minen oder sogar unter Wasser gewonnen. Schon Kindern ab sieben Jahren sind in die schwere und gefährliche Goldgewinnung eingebunden. Die Dreharbeiten führten unter anderem auf die Philippinen und in den Kongo. Dort finanzieren Rebellengruppen ihren Kampf oft mit wertvollen Rohstoffen wie Gold oder Coltan. Viele dieser Mineralien werden für Schmuck und Handys in aller Welt gebraucht.