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Monitor: Neue Flüchtlingspolitik: Geringerer Schutz für syrische Flüchtlinge

Der Krieg in Syrien eskaliert. Die UN sprechen von einem „Gipfel des Horrors“. Dennoch erhalten syrische Kriegsflüchtlinge in Deutschland jetzt nur noch „subsidiären Schutz“ und dürfen ihre Familienangehörigen nicht mehr nachholen. Viele Syrer haben damit keine Chance mehr, dem eskalierenden Krieg zu entkommen. Für Völkerrechtler ein klarer Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention, der von der Bundesregierung billigend in Kauf genommen wird.

Kinder des Lichts

Der Film erzählt ein syrisches Märchen über die grausamen Auswirkungen von Kriegen auf Kinder. Fünf Kinder fliehen aus ihrem syrischen Dorf, das der Krieg zerstört hat. Ihre Anführerin ist Raisa, ihr Ziel ist das „Land des Lichts“, ein friedlicher, märchenhafter Ort ohne Angst und Gewalt. Doch die Reise dorthin birgt zahllose Gefahren und führt die Kinder mitten durch die Schrecknisse des syrischen Bürgerkriegs. Der Spielfilm „Kinder des Lichts“ basiert auf Workshops mit syrischen Flüchtlingskindern in der türkisch-syrischen Grenzstadt Reyhanli. Alle Rollen werden von syrischen Kindern, gespielt, die selber in die Türkei fliehen mussten. Damit gibt der Film den unzähligen Kindern eine Stimme, die seit Beginn des Syrienkonflikts ihre Heimat verlassen mussten.

100 Jahre Krieg in Nahost. Das Sykes-Picot-Geheimabkommen und seine fatalen Folgen

Während der Schlacht um Verdun, im Mai 1916, schlossen Frankreich und Großbritannien ein geheimes Abkommen, mit dem sie den Nahen Osten unter sich aufteilten. Noch waren die Gebiete der heutigen Staaten Syrien, Irak, Jordanien, Libanon und Israel unter osmanischer Herrschaft. Doch für die Zeit nach einem vorhersehbaren Sieg vereinbarten die westlichen Alliierten schon einmal die Verteilung des Territoriums. Auf britischer Seite verhandelte der konservative Unterhausabgeordnete Sir Mark Sykes. Für Frankreich saß der Diplomat Francois Georges-Picot am Verhandlungstisch. Sie zogen eine Linie von Acre am Mittelmeer bis nach Kirkuk im heutigen Irak. Südlich davon sollten die Briten herrschen, nördlich davon die Franzosen. Zunächst wurde das Abkommen geheim gehalten. Als sein Inhalt 1918 veröffentlicht wurde kam es zum politischen Aufruhr in der arabischen Welt, die sich bis dahin Unabhängigkeit erhofft hatte. Seitdem ist der Nahe Osten nicht mehr zur Ruhe gekommen. Natürlich haben auch der Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Hass unter den arabischen Völkern und die Bedeutung der Ölvorkommen den Nahen Osten zu einem Pulverfass gemacht. Aber in der arabischen Politik wird auch heute noch Bezug auf Sykes-Picot genommen, selbst durch die Terroristen des sogenannten „Islamischen Staates“.

Der Traum von Sicherheit – Was Frauen auf der Flucht erleiden (die story)

Fast 70 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland sind Männer. Werden Frauen und Kinder, die es hierher schaffen, ausreichend geschützt? Warum kommen so wenige Frauen in Deutschland an? Und was ist anders für Frauen auf der Flucht? Die AutorInnen besuchen Flüchtlingsunterkünfte und treffen Frauen, die zwar in Deutschland angekommen sind, sich aber immer noch nicht sicher fühlen. In den großen Flüchtlingslagern in Jordanien erfahren sie, dass sich physische und sexuelle Gewalt wie ein roter Faden durch die Flüchtlingserlebnisse von Frauen zieht. Sie treffen mutige Zeuginnen, die von unmenschlichen Übergriffen in syrischen Gefängnissen berichten, Frauen, die nach ihrer Flucht auch noch ihre minderjährigen Töchter an reiche Golf-Araber verheiraten müssen, um zu überleben, und Frauen, denen der Weg nach Europa versperrt ist. Macht sich die deutsche Asylpolitik am Schicksal dieser Frauen mit schuldig? Welche Möglichkeiten gibt es, diesen Frauen zu helfen? Der Film nimmt die Perspektive von Frauen ein, die fast überall durch das System fallen, die aber nicht länger schwei-gen wollen. Durch ihre persönlichen Geschichten wollen sie anderen Frauen Mut machen, und sie wollen Aufmerksamkeit auf ihre spezielle Situation hier in Deutschland lenken.

#My Escape

Der Dokumentarfilm beschreibt die Flucht von Syrien, Afghanistan und Eritrea nach Deutschland mithilfe der (Handy-)Videos von Flüchtlingen. Hunderttausende von Menschen sind 2015 nach Deutschland geflohen. Diese Zahlen sind ebenso einmalig wie die Tatsache, dass viele dieser Fluchtwege erstmalig dokumentiert wurden: Nicht von Filmemachern oder Nachrichtenteams, sondern von den Flüchtlingen selbst. Für viele Flüchtlinge ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene und einige dokumentieren damit auch die Fluchtstationen. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die nicht über sondern von der Flucht nach Deutschland erzählen, nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe. Der Film hat solche Fluchtgeschichten gesammelt: Die (Handy-)Videos der Flüchtlinge erzählen von ihrer Heimat, von ihrem Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht, der Ankunft und ersten Eindrücken in Deutschland. Flüchtlinge kommentieren ihr Filmmaterial in ausführlichen Interviews. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und sich auf den Weg machen – auf der Suche nach Sicherheit.

The Art of Moving

Vier syrische Freunde haben sich zu der Video-Gruppe ‚Daya Al-Taseh‘ zusammengeschlossen und produzieren und veröffentlichen satirische Anti-IS-Videos in Gaziantep, einer Stadt im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze. Trotz täglicher Drohungen und den Herausforderungen, ein möglichst unauffälliges Leben zu führen, verliert die Gruppe nicht den Humor, um ihre gefährliche Arbeit fortzuführen. Nachdem die Drohungen von offensichtlichen ISIS-Unterstützern in der Türkei konkreter wurden, zieht die Gruppe nach Istanbul in der Hoffnung, dort besser arbeiten zu können und etwas größeres, nämlich eine satirische Nachrichtensendung, die in einem syrischen Sender ausgestrahlt werden soll, aufzubauen. Doch unerwartete Ereignisse in einer immer unsicherer werdenden Türkei, zwingt jeden einzelnen von ihnen, Fragen nach Sicherheit und Freundschaft neu zu stellen. Sie müssen entscheiden, wie und wo sie ihre Arbeit weitermachen wollen.