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A House in Pieces

Der Krieg zwischen der Regierung und ISIS-nahen Jihadisten in Marawi, Philippinen, zwang Hundertausende, ihre Heimat zu verlassen. Nach dem Krieg versuchten die Bewohner, ihre Häuser wieder aufzubauen und in der zerstörten Stadt zu leben. Der Film begleitet einige von ihnen über den Zeitraum von zwei Jahren. Yusop, Farhanna und ihre Kinder kämpfen um ihr Überleben, nachdem sie in ihr zerstörtes Haus zurückgekehrt sind. Nancy, eine einst wohlhabende Frau, muss, nachdem ihr Haus zerstört wurde, viellecht für Jahre in einer Flüchtlingsunterkunft zurechtkommen. Ein anonymer Fahrer sammelt Geschichten in einer Stadt, die nie wieder dieselbe sein wird.

Philippinen – Die globalen Helden (makro:)

Wie Europa steht auch Asien vor der Aufgabe, für seine Jugend Arbeitsplätze zu schaffen. Auf den Philippinen drängen jedes Jahr eine Million junge Menschen auf den Arbeitsmarkt. Jede fünfte Familie auf den Philippinen lebt noch unter der Armutsschwelle. Der eine Weg aus der Armut führt über das Ausland als Crew-Mitglied auf Container- und Kreuzfahrtschiffen. Auf den Weltmeeren ist jeder dritte Seefahrer Filipino. Während die Eltern ihr Geld im Ausland verdienen, wachsen ihre Kinder zu Hause bei Großeltern oder Verwandten auf. 10 Millionen Filipinos arbeiten fern der Heimat. Ihre Überweisungen sind ein Geldsegen für die Familien zuhause und für die philippinische Wirtschaft. Denn im Inselstaat ist jeder Dritte ohne Arbeit. Der andere Weg aus der Armut führt hinauf in die Bürotürme von Manila. Die Philippinen haben Indien als führende Callcenter-Nation abgelöst. In vielen Hochhäusern wird nachts gearbeitet, wenn in den USA Tag ist. Mehr als eine Million Filipinos bieten ihren Service vor allem für amerikanische Firmen an. Schon heute spült dieser neue Wirtschaftszweig fast genau so viel in die Kasse wie die Überweisungen aus dem Ausland. Nach vier Jahrzehnten mit Rückschlägen boomt die Wirtschaft und wächst seit Jahren neben China am schnellsten in Asien.

Dem Himmel nah – die Reisterrassen auf den Philippinen

Vor mehr als 2.000 Jahren hat das Bergvolk der Ifugao eine atemberaubende Naturlandschaft erschaffen: die Reisterrassen in den philippinischen Kordilleren. Das Meisterwerk der Bewässerungstechnik und Terrassenbaukunst wurde von der UNESCO 1995 zum Weltkulturerbe erklärt. Doch die Arbeit in den Feldern ist mühsam und durch den Anbau ohne chemischen Dünger erhalten die Reisbauern nur eine Ernte pro Jahr. Noch dazu überschwemmen Billigreisimporte die Supermärkte. Viele der jüngeren Ifugao wollen die beschwerliche Arbeit in den Feldern nicht mehr auf sich nehmen, sie wandern ab in die nahe gelegenen Städte, um vom Tourismus zu leben. Doch genau dorthin kommen Besucher aus aller Welt, um Ausflüge in die Reisterrassen zu unternehmen. Und so sind die jungen Leute, die die Dörfer verlassen, ausgerechnet von der Arbeit der Reisbauern wirtschaftlich abhängig. Ein Drittel des philippinischen Weltkulturerbes ist bereits verfallen und die Welt der Ifugao, die geprägt ist von Ritualen und einem respektvollen Umgang mit der Natur, ist mehr und mehr bedroht. Immer dringlicher wird die Frage, wie das Bergvolk seine Zukunft gestalten soll.

Endstation Müll. Zwischen Abfall und Sextourismus

Der Film begleitet den Steyler Missionar Pater Heinz Kulüke bei seiner Arbeit auf der philippinischen Insel Cebu. Der Philosophieprofessor kam vor 25 Jahren nach Cebu-City an die San Carlos Universität Seitdem arbeitet er mit den Familien, die auf den riesigen Mülldeponien versuchen, vom Müll zu überleben. Die 19-jährige Roselyn Bacalla lebt mit ihren Eltern und 12 Geschwistern in einer Hütte, die komplett aus Müll errichtet ist. Alle sammeln Plastikflaschen, um wenigstens ein paar Cent zu bekommen. Pater Heinz lebte auf der Müllhade und versucht alles, damit Familien wie die von Roselyn nicht mehr wie Müll behandelt werden. Heute ist Pater Heinz Kulüke Chef von weltweit 6.000 Missionaren. Obwohl sich sein Büro in Rom befindet, ist er immer unterwegs. Zwischen Weihnachten und Neujahr begleitete ihn das Filmteam nicht nur auf die Müllhalden, denn der Missionar aus dem Emsland kümmert sich genauso engagiert um die Straßenkinder und um die Mädchen und Frauen, die sich im Rotlichtbezirk prostituieren müssen. Längst hat der Missionar viele Verbündete weltweit, auch in Cebu. Seine vielen sozialen Projekte tragen sichtbare Früchte. So unterrichtet im ‚Balay Samaritano‘, dem Haus des Guten Samariters, der 22-jährige Raffy Sanchéz, der als Kind selbst auf der Straße lebte und Unterkunft und Unterstützung durch Pater Heinz fand.

Da Dog Show

Der 71-jährige Familienvater Sergio wohnt mit zwei seiner drei Kinder in einem Mausoleum auf dem Nordfriedhof von Manila. Tausende andere leben ebenfalls neben den Toten und haben eine eigene Gemeinschaft gebildet, die von der Geburt bis zum Tod nahezu alle Lebensbereiche umfasst. Die 27-jährige Celia, die geistig behindert ist, und der 17-jähriger Alwin, der zur Schule gehen darf, unterstützen den körperlich angeschlagenen Vater. Die Mutter hat die Familie unter dem Vorwand verlassen, ihre Verwandten in der Provinz zu besuchen und den zwölfjährigen Eddie Boy mitgenommen, sehr zum Kummer von Sergio, der nun alles daran setzt, seinen Sohn zurückzuholen, wenn schon die Mutter nicht zurückkehren will. Neben der Pflege des Mausoleums, in dem die Familie lebt, verdient Sergio etwas Geld mit seinen beiden Hunden, denen er zahlreiche Kunststücke beigebracht hat. In einer Hundeshow zeigt er dies auf öffentlichen Plätzen, wobei er ständig Gefahr läuft, von Parkaufsehern und Hundefängern überrascht zu werden. Nachdem Alvin bei der Hundeshow überraschend viel Geld nach Hause bringt, fasst Sergio den Entschluss, mit Celia und Hund Habagat in die Provinz zu reisen und seinen jüngsten Sohn zurück zu holen. Nach einer beschwerlichen Reise stellt sich heraus, dass die Mutter ins Ausland gegangen ist, um Geld zu verdienen, und Eddie Boy in die Obhut von Mutter und Schwägerin gegeben hat. Diese weigern sich, den Jungen herzugeben und rufen den Distriktvorsteher um Vermittlung an. Eine einvernehmliche Lösung wird zwar gefunden, doch die Rückreise wird für die Familie zur neuen Belastungsprobe.

Goldkinder – Konflikt um Mineralien

Das Luxusprodukt Gold wird oft unter gefährlichen Bedingungen in einsturzgefährdeten Minen oder sogar unter Wasser gewonnen. Schon Kindern ab sieben Jahren sind in die schwere und gefährliche Goldgewinnung eingebunden. Die Dreharbeiten führten unter anderem auf die Philippinen und in den Kongo. Dort finanzieren Rebellengruppen ihren Kampf oft mit wertvollen Rohstoffen wie Gold oder Coltan. Viele dieser Mineralien werden für Schmuck und Handys in aller Welt gebraucht.