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Steuergelder für die Kokain-Mafia? UNO Mitarbeiter unter Verdacht (die story)

Jochen Wiese ist seit 30 Jahren für die Vereinten Nationen in Lateinamerika mit der Aufgabe, den Koka-Anbau zu verhindern, befasst. Peru ist neben Kolumbien der größte Kokain-Produzent der Welt. Jochen Wiese verweist stolz darauf, dass er 25.000 Bauern dazu gebracht hat, auf den Anbau von Koka zu verzichten. Dafür hat ihm die UN-Behörde zur Drogen-und Kriminalitätsbekämpfung UNODC knapp 100 Millionen Dollar überlassen, ein erheblicher Teil davon stammt aus deutschen Steuergeldern. Die Bauern, die der Koka-Produktion abschworen, durften in neugegründete UN-Genossenschaften eintreten. Sie bekamen Kredite und Saatgut, um alternative Produkte wie Kakao, Kaffee und Palmöl anzubauen. Doch unter den UN-Palmen dehnen sich neue Koka-Felder aus. Sind die UN-Unternehmen eine Tarnung für das eigentliche Geschäft mit Kokain oder pflanzen hier einige illegal weiter? Im Film kommen Bauern zu Wort, die am Projekt Beteiligte beschuldigen, mit der Drogenmafia zusammenzuarbeiten und sich, so die Vorwürfe, persönlich an den Profiten der UN-Unternehmen zu bereichern. Die Recherchen, die in Peru beginnen, haben mittlerweile zu internen Ermittlungen bei den Vereinten Nationen geführt.

Dirty Gold War

Woher stammt das Gold, welches in den Auslagen der Bijouterien glänzt, uns schmückt oder in den Tresoren der Banken lagert? Unter welchen Bedingungen wurde es abgebaut? Mit welchen Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung und die Umwelt? Der Ursprung des zu einem großen Teil in der Schweiz verarbeiteten Goldes ist oft unklar. Der Film gewährt einen Blick hinter die Kulissen des überaus gewinnträchtigen Wirtschaftszweigs der Goldindustrie. An Beispielen aus Brasilien und Peru werden die problematische Menschenrechtssituation und die hohe Umweltbelastung beim Abbau des Goldes dokumentiert, das anschließend in den Luxusgeschäften der ganzen Welt landet.

Ein Zeichen der Hoffnung

Im Hochland von Peru, auf einer Höhe von 4.500 Metern, unterrichtet Lehrer Julio seine Klasse: 18 Kinder zwischen 6–12 Jahren wohnen in ihrem Landschulheim, lernen viel von der Natur, von den Bergen, den Salzseen und den Alpakas, von deren Wolle ihre Familien leben. Ihre Bilder und Zeichnungen erweckt der Film zum Leben und eröffnen uns einen Blick in ihre Welt. Ganz im Sinne eines befreiungspädagogischen Ansatzes von Paulo Freire werden die Kinder im Bewusstsein ihrer Umwelt in den peruanischen Anden erzogen. Die animierten Kinderzeichnungen stellen überzeugend die Wahrnehmung der Kinder in den Mittelpunkt.