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Bewegungen eines nahen Berges

Ein aufgelassenes Industriegelände unweit einer jahrhundertealten Erzmine in den steirischen Alpen. Hier führt ein selbstgelernter Mechaniker einen Handel mit gebrauchten Autos und Ersatzteile zwischen Österreich und seiner alten Heimat Nigeria. Während er für sich allein und mit wundersamer Gelassenheit sein Tagwerk verrichtet, beginnen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu überlagern. Ein mysteriöses Versprechen ewiger Ressourcen trifft auf Erinnerungen an eine verloren geglaubte Freundschaft.

Die kleinste Armee der Welt

Hamon und Marcus, ein Afghane und ein Deutscher, durchqueren als „Bavarian Taliban“ mit Turban und Kalaschnikow die Alpen. Der Film folgt der humorvoll-kritischen Kunst-Performance des Duos. Als kulturelle Guerilleros proben sie Begegnungen in Bayern und im Salzburger Land, die Flucht und Heimat, Fremdsein und Islamophobie verhandeln. Hamon führt nach zwanzig Jahren ohne deutschen Pass einen Kampf um seine Einbürgerung und gegen alltäglichen Rassismus. Marcus streitet gegen kleine wie große Kriege. An Stammtischen und in Schützenvereinen loten sie die Grenzen deutscher wie österreichischer Toleranz aus. Die „Bavarian Taliban“ drehen die gewohnte Perspektive um: sie kommen als gute Taliban. Ihr Experiment: die Alpenregion zu zivilisieren. Was anfangs wie eine Komödie aussieht, birgt in Wahrheit Konflikte. Mythen über Nation und Heimat geraten ins Wanken. Dabei träumen Hamon und Marcus selbst davon, im Bergland und angesichts aktueller Schlagzeilen über Flüchtlingsschicksale und die beste Form der Integration heimisch zu werden.