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Le ciel, la terre et l’homme

Der Film nähert sich der marokkanischen Wüste und erzählt von den dort lebenden Menschen. Es entsteht ein Raum der Begegnungen mit Ahmed, Yussef, Lahcen und Idir und ihren Geschichten von Stadt und Land, ihrem Alltag, ihren Sehnsüchte und ihrem Gefühl von Heimat und Zugehörigkeit.

Weltspiegelreportage: Im Wartesaal der Nordafrikaner

Natalia Bachmayer (ARD- Studio Madrid) hat mit ihrer Weltspiegel-Reportage Menschen Namen, Gesicht und Schicksal gegeben, vor denen es vielen Deutschen graust: Junge Nordafrikaner sind seit den massenhaften Überfällen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht schlecht beleumundet. „Im Wartesaal der Nordafrikaner“ zeigt die Bedrängnis der jungen Männer und die Erwartungen ihrer Familien er beschreibt ihr Scheitern in Europa, aber auch gelegentliche Erfolge. Und er schildert Versuche und Möglichkeiten, im Heimatland etwas aus sich zu machen, in einem Land, in dem von Staats wegen für arme Menschen wenig getan wird. Die Dreharbeiten der Korrespondentin des Hessischen Rundfunks fanden unter widrigen Umständen statt: Die marokkanische Regierung versucht, das Flüchtlingsproblem nicht öffentlich werden zu lassen. Nachrichtendienste verfolgen Journalisten und Journalistinnen. Bei Dreharbeiten auf offener Straße tauchen ständig Polizeibeamte auf, die kontrollieren, verbieten und verhindern. Marokko will als moderner Staat und solider Partner Europas erscheinen. Da stört die Berichterstattung über arbeitslose junge Männer, die übers Mittelmeer drängen.

Die letzte Kolonie. Das vergessene Volk der Westsahara

In den Flüchtlingslager „Camp Smara“, im Westen von Algerien in der Wüste, leben mehr als 100.000 Menschen. Sie nennen sich Sahrauis, Volk der Sahara, und warten seit nunmehr 40 Jahren fernab von ihrer Heimat und vergessen von der Weltöffentlichkeit auf eine Lösung ihres Konflikts. Mohamed Sulaiman hat in Algerien englische Literatur und Kunst studiert und kehrte nach dem Studium zu seiner Familie ins Lager zurück. Heute näht er Kleider für den kleinen Laden seines Vaters und arbeitet manchmal als Übersetzer, wenn internationale Besucher in die Flüchtlingslager kommen. Mit ihm erkundet das Filmteam den Alltag in den Lagern und an der schwer bewachten Grenze zum marokkanisch besetzten Teil ihres Landes. Rund zwei Drittel der Flüchtlinge sind unter 25 Jahre alt, eine ganze Generation, die außer dem Lager nie etwas von der Welt gesehen hat. Die ersten Stimmen nach einer Rückkehr zu den Waffen werden bereits laut. Immer wieder führt die UNO Verhandlungen, die immer wieder scheiterten. Marokko betrachtet die Westsahara als Südprovinz und beutet die Bodenschätze aus. Die Geschäfte mit den Ländern Europas versprechen auch in Zukunft lukrative Gewinne. Wie lange wird die Region ruhigbleiben? Kann sich die Welt einen weiteren Krisenherd leisten oder muss Europa auch diesen Konflikt thematisieren, um Frieden in der Westsahara zu ermöglichen?

Als Paul über das Meer kam – Tagebuch einer Begegnung

Paul hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen, wo er in einem Wald lebt und auf seine Chance wartet, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Hier lernen sich Paul und der Berliner Filmemacher Jakob kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherche ist. Bald darauf gelingt es Paul, in einem Schlauchboot nach Spanien überzusetzen. Er überlebt – doch die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt bei der tragischen zweitägigen Odyssee. Nach zwei Monaten in Abschiebehaft trifft er Jakob in einer spanischen Flüchtlingsunterkunft wieder. Als Paul beschließt, weiter nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: wird er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben helfen oder bleibt er der beobachtende Filmemacher? Am Ende nimmt der Film eine Wendung, die weder Paul noch Jakob bei ihrem ersten Treffen im Wald in Marokko für möglich gehalten hätten.