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Contradict

Zwei Freunde sammeln in den Straßen Accras Geld für Amerika: Spass, politische Provokation oder Prophezeiung? Zwei Schweizer Filmemacher gehen dieser Frage gemeinsam mit sechs Musikerinnen und Musikern aus Ghana auf den Grund: M3nsa, Wanlov The Kubolor, Adomaa, Worlasi, Akan, Mutombo Da Poet and Poetra Asantewa haben für „Contradict“ eigens neue Songs geschrieben und Videoclips produziert.
Die Ideen und Trends von morgen entstehen in einer globalisierten Welt dezentraler denn je: Wie sieht man also den Wertewandel unserer Zeit vom afrikanischen Kontinent aus? Wie will man ihm entgegentreten, widersprechen? Und können neue Visionen für die Zukunft neue globale Realitäten werden?
„Contradict“ zeigt diese neue Generation von Musikerinnen und Musikern, die auch die postkolonialen Kämpfe ihrer Eltern und Großeltern mit neuen Mitteln fortführt. Sie produziert dank neuer Software billig und verbreitet ihre Anliegen rasend schnell übers Internet. In ihrer Musik fordert sie eine neue Rolle für Afrika in der heutigen Welt, stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen, bekämpft den Plastikwahn und lehrt ihre Altersgenossen Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sie sinniert über alternative Lebensstile und neue Karrierewege und widerspricht den Mainstream-Auffassungen von Nachbarn, Ministerinnen und den omnipräsenten Priestern in den zahlreichen Megakirchen.
In der Zusammenarbeit mit den ghanaischen Künstlerinnen und Künstlern wird klar: Wer etwas verändern will, geht auf einem schmalen Grat zwischen Kreativität, Wut, Erschöpfung und Depression. „Contradict“ wird so zu einem dringlichen, humorvollen und fragilen Appell.

Zocken mit Zöllen

Strafzölle gegen China und Deutschland. Fast täglich stellt US-Präsident Trump vermeintlich gültige Regeln des Freihandels auf den Kopf. . ZDFzoom fragt: Was macht Trumps Handelskrieg mit uns?
‚America first‘ – das klingt für Unternehmer Sönke Winterhager aus dem sächsischen Freital absurd. Seine Stahlgruppe Boschgotthardshütte produziert jährlich rund 200.000 Tonnen Edelstahl. Jede zehnte Tonne geht in die USA. Doch seit dem Frühjahr 2018 wird das mit 25% Einfuhrzoll bestraft. Da die USA auf den hochwertigen „Sachsen-Stahl“ nicht verzichten können, bezahlen die meisten Kunden diesen Zoll. ZDFzoom-Autor Kersten Schüßler reist dorthin, wo der sächsische Stahl gebraucht wird – in den „Rost-Gürtel“ der USA, Trumps Stammland. Hier hat Monteur Scott F. Chittohk fest daran geglaubt, dass Trumps Zölle etwas an den manchmal so brutalen Gesetzen des Freihandels ändern können, doch gehen immer mehr Arbeitsplätze verloren.
Wirtschaftswissenschaftler Jens Südekum sieht in Trumps Politik eine radikale Abkehr von den Prinzipien des Freihandels. Der aber sei nie ganz von Einschränkungen frei gewesen. Wie die USA handelten auch Europa und damit Deutschland häufig nach den eigenen Interessen. So durfte sich zum Beispiel Ghana lange vor Billig-Importen aus dem mächtigen Europa schützen. Dann aber forderten die EU und damit Deutschland, Ghana müsse seine Zölle fallen lassen, wenn es weiterhin Kakao in die EU exportieren wolle. Der ghanaische Handelsexperte Kwabena Otoo sieht darin in Anlehnung an US-Präsident Trump eine Europa-First!-Politik mit eindeutigen Interessen.

Digital Africa

„Digital Africa“ bietet in komprimierter Form einen Überblick über afrikanische Digitalisierungs-Projekte und Start-ups, die eigenständig entwickelte und bereits in der Erprobung oder sogar Vermarktung befindliche Hard- oder Software-Produkte anbieten. Es geht u.a. um mobiles Bezahlen, der Einsatz von Drohnen in der Landwirtschaft oder selbst entwickelte und gefertigte 3D-Drucker, die Ersatzteile z.B. für medizinische Anwendungen liefern. In der Reportage trifft die re:publica-Kuratorin Géraldine de Bastion eine junge Gründergeneration des afrikanischen Kontinents – in Kenia, Ruanda und Ghana.

DIVINE 419

Kwame ist ein ergeiziger junger Straßenhändler, lebt seit dem Tod seiner Eltern bei seinem Onkel, aber die Beziehung zwischen den beiden ist angespannt. Kwame träumt davon, Schauspieler zu werden, seiner schlechten finanziellen Situation zu entkommen und sich von seinem Onkel zu lösen. Auch sein bester Freund Joshua träumt von einem besseren Leben. Als sie alles verlieren, scheint der einzige Ausweg das Wort Gottes zu sein …

Alte Bäume, alte Bauern – der Kakaoanbau in Ghana

Die Rohstoffpreise sind in den letzten eineinhalb Jahren in den Keller gesunken, außer bei Kakao, denn Kakao wird knapp und die Preise immer höher. Der Grund ist einfach, die Welt liebt Schokolade und der Verbrauch steigt. Vor allem die Asiaten haben in den letzten Jahren ihre Lust daran entdeckt. Gleichzeitig zur steigenden Nachfrage bricht aber in den Hauptanbaugebieten Westafrikas die Produktion ein. Wie kann es sein, dass auf der einen Seite die Nachfrage steigt und Preise teurer werden und auf der anderen Seite Bauern keine Zukunft mehr für ihre Landwirtschaft sehen? In Ghana produzieren über 700.000 Kleinbauern Kakao. Um ihren Alltag und ihre wirtschaftliche Situation abzubilden, reist die Autorin im November 2015 zwei Wochen durch die Regenwaldgebiete Ghanas.

Goldkinder – Konflikt um Mineralien

Das Luxusprodukt Gold wird oft unter gefährlichen Bedingungen in einsturzgefährdeten Minen oder sogar unter Wasser gewonnen. Schon Kindern ab sieben Jahren sind in die schwere und gefährliche Goldgewinnung eingebunden. Die Dreharbeiten führten unter anderem auf die Philippinen und in den Kongo. Dort finanzieren Rebellengruppen ihren Kampf oft mit wertvollen Rohstoffen wie Gold oder Coltan. Viele dieser Mineralien werden für Schmuck und Handys in aller Welt gebraucht.

Die Erfindung, mein Vater und ich

Senna Odooms Erfindung ist so clever wie einfach: Durch ein spezielles Werkzeug wird ein gewöhnlicher Eimer zur wassersparenden Dusche. Mit Hilfe seines Vaters will Senna seine so genannte „LifeShower“ auf dem afrikanischen Markt etablieren. Doch der Vertrieb des Produktes erweist sich als schwierig. Denn Senna stößt sich immer wieder an den Eigenarten des afrikanischen Landes und der fremden Kultur, die nicht zuletzt auch sein eigener Vater für ihn repräsentiert. Als schließlich noch die ghanaische Währung unter Druck gerät, wird es eng für Senna. Der Film begleitet den jungen Erfinder nicht nur beim Versuch, seinen Businessplan zum Erfolg zu führen, sondern auch seinen unsteten aber charismatischen Vater zu verstehen.