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Galapagos, das fast verlorene Paradies

 

Der Film porträtiert das Leben der Bewohner der Galapagos-Inseln. Das idyllische Naturreservat steht gewaltigen Problemen gegenüber, die durch Massentourismus, Überfischung und die fehlende Nachhaltigkeit das Leben der Bevölkerung bedrohen. Fast alle auf der Insel verdienen ihr Geld mit dem Tourismus, immer mehr Boote bringen immer mehr Menschen in den Nationalpark. Unter anderem kommen WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Touristenführer und Taxifahrer zu Wort und berichten von Erfahrungen und Eindrücken eines sich wandelnden Lebens.

Das Armutszeugnis – Auf der Spur der UN-Millenniumsziele (planet e.)

Nach sechs Jahren begeben sich die beiden Reporter auf die Spuren der Menschen, deren Geschichten sie damals erzählten. Den 16-jährigen Eusebio kennen alle auf der Müllhalde unweit von Guayaquil. Doch Kinderarbeit ist in Ecuador mittlerweile verboten. Anstatt zur Schule zu gehen wartet er, bis er wieder auf der Müllkippe arbeiten darf, wenn er in zwei Jahren 18 ist. Das Ziel der Vereinten Nationen, bis zum Jahr 2015 allen Kindern eine Primarschulausbildung zu ermöglichen, wurde weltweit verfehlt. In Äthiopien begeben sich die Reporter auf die Suche nach dem Bauer Negera. Er musste seinen Beruf aufgeben, weil er sich die zwei Ochsen, die er für die Feldarbeit bräuchte, nicht leisten konnte. Heute lebt Negera als Tagelöhner in der Stadt Eines der wichtigsten Ziele der großangelegten UN-Kampagne war es, die extreme Armut und den Hunger zu bekämpfen. Vor allem in Südostasien ist dieses Ziel erreicht worden, in vielen Teilen Afrikas jedoch nicht. In Kambodscha müssen sie erfahren, dass Li Sophal, Mutter von fünf Kindern, die auf dem Dach eines besetzten Kinos mitten in Phnom Penh lebte, gestorben ist. Sie klagte bitterlich darüber, dass sie für sauberes Trinkwasser viel Geld zahlen müsse und ihre Kinder krank seien. Die Zustände in diesem Slum sind katastrophal. Die Menschen mit sauberem Trinkwasser zu versorgen, war ein weiteres Ziel des großen UN-Versprechens. In vielen Ländern der Welt konnte dieses Ziel erreicht werden, auch im Kino bekommt jeder sauberes Wasser, allerdings nur, wenn er es sich kaufen kann.

Abgefackelt

Ein kleines Fischerdorf im Nigerdelta gewinnt gegen den Erdölkonzern Shell. Shell muss dem Dorf umgerechnet 80 Millionen Euro Schadenersatz für Umweltschäden, die die Erdölförderung verursacht hat, zahlen. Das Urteil, gefällt im Januar 2015 in London, ist ein Erfolg für die nigerianischen Bauern gegen den Ölmulti. Jetzt drohen weitere Verurteilungen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Die Ölförderung in Ländern wie Nigeria hat nicht nur katastrophale Folgen für die Menschen vor Ort, sondern auch für das Weltklima. Ein Skandal, der von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet bleibt. Mit der Erdölproduktion werden gleichzeitig riesige Mengen Erdgas an die Oberfläche befördert. Aber anstatt das Begleitgas zu nutzen, verbrennen Ölförderkonzerne den wertvollen Rohstoff. Durch das Abfackeln von Begleitgas verpufft jährlich ein Drittel des gesamten europäischen Erdgasbedarfes. Dabei entstehen 400 Millionen Tonnen Treibhausgase – das entspricht dem CO2-Ausstoss aller Autos in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Deshalb ist das Abfackeln in Europa verboten. Doch außerhalb Europas halten sich die Ölmultis nicht an das Verbot. In Nigeria leiden die Menschen besonders stark unter den gesundheitlichen Folgen des Gasabfackelns. Die Ernten sind durch Schwermetalle und sauren Regen verseucht. Erst wenn die europäischen Konzerne für ihre Umweltvergehen nach europäischem Recht in ihren Heimatländern zur Rechenschaft gezogen werden, könnte das Abfackeln ein Ende haben.