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Meine Reise mit dem Wanderkino

Die Leinwand aufgebaut. Der Projektor gestartet. Die Menschen strömen zum Feld. 20 Uhr: Die Vorstellung kann beginnen. Das Wanderkino ist zu Gast im Süden von Burkina Faso. Faszination Bewegtbild – bei uns in Deutschland ist das Wanderkino längst Nostalgie. Die Menschen sind mobil, haben den Luxus von Zeit und Geld, um sich unterhalten zu lassen. In Burkina Faso ist das noch anders.
Unterwegs mit dem Wanderkino ist eine persönliche Reisereportage mit einem Ich-Erzähler.

kawule

„kawule“ ist ein Ausdruck in Mòoré, einer der vielen Sprachen Burkina Fasos, und bedeutet so viel wie Adlerschwingen. Der Kurzfilm wurde von Autorin und Dramaturgin Jeannette Mohr während zwei residencies in Christoph Schlingensiefs Operndorf Afrika in Burkina Faso in Zusammenarbeit mit zehn Kindern des Operndorfes entwickelt und realisiert. Bilder und Töne sind assoziativ verbunden und von den Erfahrungen der Kinder im Operndorf inspiriert. Es geht um den Alltag der Kinder, ihre Wahrnehmungen, Ängste und Träume. Der Wind ist allgegenwärtig. Am Morgen gehen die Kinder zur Schule, ein Mädchen schläft noch und verfolgt die Geräusche, die es beim Aufwachen hört. Mittags wird in der Kantine gegessen vor der ein Wüstendattelbaum steht aus dessen bittersüßen Früchten die Kinder kleine Pfeifen schnitzen. Die Kinder spielen bis am Nachmittag die Hitze fast unerträglich wird und man an den Tod denkt, der allgegenwärtig ist. Nichts mehr scheint sich zu bewegen. Doch da ist der Wind und es geht weiter und die Kinder gehen nach Hause und schlafen wieder und träumen von ihrem Tag, dem Wind und, vielleicht, von Adlerschwingen.

No Gold for Kalsaka

Die Menschen von Kalsaka, einem kleinen Dorf in Burkina Faso, kämpfen gegen das Unrecht und den großen Schaden an, den sie durch eine internationale Firma erfahren haben. Diese beutete nicht nur ihre natürlichen Goldressourcen aus, sondern zerstörte dadurch auch die Existenzgrundlage der Dorfbewohner.

La Maladie du Démon – Die Krankheit der Dämonen

In Burkina Faso gibt es in der traditionellen Gesellschaft keinen Platz für Menschen mit psychischen Krankheiten und Epilepsie. Dämonen werden als Grund der Erkrankungen gesehen, vor deren Ansteckung sich viele Menschen fürchten. Betroffene leben am Rande der Dörfer, in Gebetszentren oder irren unbeachtet umher, oftmals sind sie angekettet oder werden geschlagen. Pfarrer Guitanga und Krankenpfleger Tindano engagieren sich im Rahmen ihrer bescheidenen Möglichkeiten mutig entgegen dem Glauben einer ganzen Gesellschaft für medizinische Behandlung, Freiheit und Menschenwürde.