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Kabul, City in the Wind

Furchtlos und immer auf der Suche nach Passagieren steuert Abas seinen klapprigen Bus durch das Chaos von Kabul, das immer noch regelmäßig Ziel von Terroranschlägen ist. Anderswo in der düsteren Stadt, die permanent in eine Staubwolke gehüllt zu sein scheint, begleiten Afshin und sein kleiner Bruder Benjamin ihren Vater, einen ehemaligen Soldaten, zu einem Denkmal mit Porträts von Bombenopfern. Als ihr Vater aus Gründen der persönlichen Sicherheit in den Iran abreist, wird Afshin plötzlich Haushaltsvorstand.

#My Escape

Der Dokumentarfilm beschreibt die Flucht von Syrien, Afghanistan und Eritrea nach Deutschland mithilfe der (Handy-)Videos von Flüchtlingen. Hunderttausende von Menschen sind 2015 nach Deutschland geflohen. Diese Zahlen sind ebenso einmalig wie die Tatsache, dass viele dieser Fluchtwege erstmalig dokumentiert wurden: Nicht von Filmemachern oder Nachrichtenteams, sondern von den Flüchtlingen selbst. Für viele Flüchtlinge ist das Mobiltelefon ein unverzichtbares Mittel zur Organisation ihrer Flucht. Gleichzeitig transportieren sie damit Erinnerungen an das Zurückgelassene und einige dokumentieren damit auch die Fluchtstationen. In den sozialen Netzwerken kursieren zahllose Clips, die nicht über sondern von der Flucht nach Deutschland erzählen, nicht aus sicherem Abstand, sondern aus unmittelbarer Nähe. Der Film hat solche Fluchtgeschichten gesammelt: Die (Handy-)Videos der Flüchtlinge erzählen von ihrer Heimat, von ihrem Abschied, den verschiedenen Stationen der Flucht, der Ankunft und ersten Eindrücken in Deutschland. Flüchtlinge kommentieren ihr Filmmaterial in ausführlichen Interviews. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und sich auf den Weg machen – auf der Suche nach Sicherheit.

Angelus Novus – Reise ins Ungewisse

Ali und sein kleiner Bruder sind wie viele andere als Flüchtlinge aus Afghanistan in der Türkei angekommen. Als Schuhputzer versuchen sie, zum Familieneinkommen beizutragen. Als eines Tages ihr Platz von einem anderen Jungen besetzt ist, ist ihre fragile Existenz in Frage gestellt. Was sollen sie tun? Der Film macht die substantielle Verunsicherung und Bedrohung, die Erfahrungen von Flucht und Exil in den betroffenen Menschen hinterlassen, durch die Augen von Kindern sichtbar. Als die Brüder entdecken, dass der vermeintliche Konkurrent das gleiche Schicksal erlebt hat wie sie selbst, müssen sie ihre Sichtweise überdenken.

Der Klang der Glöckchen

Der junge Saman ist ein Batcha – er tanzt für Farroukhzad und seine Freunde, denen er auch sexuelle Dienste erweisen muss. Eines Tages kommt ein Junge ins Haus und Saman versteht, dass es sich um seinen Nachfolger handelt. Doch zwischen den beiden entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft. Die anrührende Geschichte ist eine scharfe Anklage gegen die in Afghanistan und anderen patriarchalen Gesellschaft verbreitete Praxis der Pädophilie. Die Verantwortung, die der Ältere bereit ist zu übernehmen, ist auch der Versuch, die bestehenden Verhältnisse zu durchbrechen.