Neuigkeiten

Barfuß ohne Sattel – Die kleinen Reiter von Sumbawa

Sumbawa ist eine Insel direkt neben den touristischen Zentren Bali und Lombok. Dort gibt es eine Jahrhunderte alten Tradition: die der Pferderennen. Das Besondere dabei ist, dass die Jockeys Kinder sind, die kleinsten gerade einmal fünf Jahre alt. Und sie reiten ohne Sattel und barfuß. Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens und für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey arbeiten zu lassen, denn sie verdienen gut. Aber die Rennen sind gefährlich.

Die Ungläubigen vom Hindukusch

Im Norden Pakistans lebt das Volk der Kalasha mit ihrer jahrhundertealten Kultur. Sie praktizieren einen Mehrgottglauben, eng verbunden mit der Natur. Die verbesserte Infrastruktur bringt zwar bessere Lebensbedingungen, aber auch den Islam in die einst abgeschiedenen Dörfer. Werden die Kalasha ein modernes Leben führen und zugleich an ihren alten Traditionen festhalten können?

Becoming Black

Die togolesisch-deutsche Filmemacherin Ines Johnson-Spain dokumentiert ihre autobiographische Identitätssuche als dunkelhäutiges Kind eines deutschen Paares, das in den 1960er Jahren in der DDR aufgewachsen ist. Ihr äußerliches „Anderssein“ im Vergleich zu ihrem älteren Bruder und anderen Kindern tun ihre Eltern Armin und Sigrid als Zufall ab, bis Ines als 12-Jährige heimlich Unterlagen findet, die belegen, dass ihr leiblicher Vater ein ehemaliger Student aus dem Togo ist. Bei der Suche nach ihren togolesischen Wurzeln erzählt sie nicht nur ihre eigene deutsch-afrikanische Familiengeschichte, sondern auch die von afrikanischen Studenten in der DDR und ihrer Bedeutung für das sozialistische Regime.

Contradict

Zwei Freunde sammeln in den Straßen Accras Geld für Amerika: Spass, politische Provokation oder Prophezeiung? Zwei Schweizer Filmemacher gehen dieser Frage gemeinsam mit sechs Musikerinnen und Musikern aus Ghana auf den Grund: M3nsa, Wanlov The Kubolor, Adomaa, Worlasi, Akan, Mutombo Da Poet and Poetra Asantewa haben für „Contradict“ eigens neue Songs geschrieben und Videoclips produziert.
Die Ideen und Trends von morgen entstehen in einer globalisierten Welt dezentraler denn je: Wie sieht man also den Wertewandel unserer Zeit vom afrikanischen Kontinent aus? Wie will man ihm entgegentreten, widersprechen? Und können neue Visionen für die Zukunft neue globale Realitäten werden?
„Contradict“ zeigt diese neue Generation von Musikerinnen und Musikern, die auch die postkolonialen Kämpfe ihrer Eltern und Großeltern mit neuen Mitteln fortführt. Sie produziert dank neuer Software billig und verbreitet ihre Anliegen rasend schnell übers Internet. In ihrer Musik fordert sie eine neue Rolle für Afrika in der heutigen Welt, stärkt das Selbstbewusstsein der Frauen, bekämpft den Plastikwahn und lehrt ihre Altersgenossen Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Sie sinniert über alternative Lebensstile und neue Karrierewege und widerspricht den Mainstream-Auffassungen von Nachbarn, Ministerinnen und den omnipräsenten Priestern in den zahlreichen Megakirchen.
In der Zusammenarbeit mit den ghanaischen Künstlerinnen und Künstlern wird klar: Wer etwas verändern will, geht auf einem schmalen Grat zwischen Kreativität, Wut, Erschöpfung und Depression. „Contradict“ wird so zu einem dringlichen, humorvollen und fragilen Appell.

Meine Reise mit dem Wanderkino

Die Leinwand aufgebaut. Der Projektor gestartet. Die Menschen strömen zum Feld. 20 Uhr: Die Vorstellung kann beginnen. Das Wanderkino ist zu Gast im Süden von Burkina Faso. Faszination Bewegtbild – bei uns in Deutschland ist das Wanderkino längst Nostalgie. Die Menschen sind mobil, haben den Luxus von Zeit und Geld, um sich unterhalten zu lassen. In Burkina Faso ist das noch anders.
Unterwegs mit dem Wanderkino ist eine persönliche Reisereportage mit einem Ich-Erzähler.

Motorcycle Woman

Im Juni 2019 beginnt Zenith Irfan die Reise mit ihrem Motorrad von ihrer Heimatstadt Lahore in die unwegsamen Regionen des Himalaja.
Die Leidenschaft für das Motorradfahren hat sie von ihrem früh verstorbenen Vater übernommen. Ihre Mutter und auch ihr älterer Bruder haben sie dabei stets unterstützt. Dennoch wollen sie, dass auch Zenith spätestens mit 30 Jahren verheiratet ist und sich in die Rolle als Ehefrau und Mutter fügt, die ihr die konservativ und patriarchal geprägte Gesellschaft zuschreibt. Im urbanen Umfeld ihrer Heimatstadt Lahore wird Zenith in ihrem Freiheitsdrang zwar respektiert, sie genießt sogar eine gewisse Popularität: 2018 kam ein Spielfilm in die pakistanischen Kinos, der auf Zeniths Lebensgeschichte basiert. Doch über die sozialen Medien erreichen sie auch immer wieder Kommentare, die ihren Umgang mit den herkömmlichen Geschlechterrollen stark kritisieren. Als Zenith nun zu einer Reise in die unwegsamen und von strengen Traditionen geprägten Bergregionen des Himalaja aufbricht, ist es ihr ein besonderes Anliegen, mehr über das Leben der Frauen dort herauszufinden. Doch obgleich man ihr auf ihrer Reise durchgehend mit Respekt, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft begegnet, gelingt es ihr nicht, wirklich Kontakt zu den Frauen in den Bergen herzustellen. Die pakistanische Filmemacherin Sabiha Sumar begleitet Zenith für die ZDF/3sat-Reihe „Ab18!“ auf ihrer Reise.

My Grandma

Die kleine Enkelin erzählt von ihrer geliebten Oma und davon, wo die im Laufe ihres Lebens schon überall gewesen ist. Die Großmutter, das belegen die Super-8-Urlaubsaufnahmen, hat viel von der Welt gesehen. Doch ist das ein Grund, stolz zu sein? „My Grandma“ gibt darauf eine klare Antwort.

Armes Huhn – Armer Mensch

230 Eier isst jeder Deutsche im Jahr. Und obwohl Gesundheit und Tierschutz den meisten Verbrauchern wichtig sind, greifen sie nicht etwa zum Bio-Ei, sondern zu günstigeren Alternativen. Die stammen zum Großteil aus Bodenhaltung. Und auch Käfigeier werden noch massenweise produziert und gegessen – in ganz Europa. Was bedeutet das für die Hühner? Wer verdient am Massenprodukt Tier? „Armes Huhn – armerMensch“ zeichnet ein vielschichtiges Bild vom „System Huhn“. Unsere Eier- und Hühnerfleischproduktion hat Auswirkungen bis nach Afrika und verursacht dort Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsflucht.

Mutanga

Zusammen mit Kameramann Hans Albrecht Lusznat verfolgte der Dokumentarfilmer Helmut Schulzeck zehn Jahre lang das Leben seiner kenianischen Schwiegerfamilie in einem kenianischen Dorf. Sein Film „Mutanga“ erzählt persönliche Geschichten, die die Stereotypen vom bedürftigen Afrikaner widerlegen. Ihm gelingen ganz nahe und unverstellte Einblicke in das Leben einiger Familienmitglieder. Ein robustes Beharren auf die traditionelle Kultur scheint ihrer Orientierung an westlichen Ideen und Werten kaum zu widersprechen, denn noch prägt beides Alltag und Feiertag in der Abgeschiedenheit der kenianischen Provinz.

Die Bambusflößer von Bangladesch (2 Teile)

Der Film folgt dem vielfältigen Umgang mit Bambus in Bangladesch, über das Abschlage, das Flößen in die nächsten Städte, den Handel und dem Gebrauch als Baustoff der Armen. Mit Aufnahmen von Bangladeschs Bambuswäldern führt uns der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilmer Shaheen Dill-Riaz in die raue Welt der Männer ein, die den Bambus aus dem Wald holen und für Großhändler über eine 300 Kilometer lange Flussstrecke Richtung Dhaka, der Landeshauptstadt, flößen. Mit Witz und Schmerz erzählen die Männer auf ihrer Floßreise, warum sie so an einer Arbeit hängen, die hart, schlecht bezahlt und gefährlich ist. (Langfassung: Bamboo Stories)